In welchen Bundesländern herrscht eigentlich ‚Hundehaftpflicht Pflicht?

In welchen Bundesländern herrscht eigentlich ‚Hundehaftpflicht Pflicht?
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Mit einem Hund gewinnt man als Familie nicht nur ein neues, vollwertiges Familienmitglied, sondern erhält mit dem Kauf quasi einen Katalog völlig neuer, bisher nicht vorhandener Pflichten. Schließlich muss ein Hund regelmäßig gepflegt, gefüttert und natürlich mehrmals am Tag Gassi geführt werden – letzteres bei Wind und Wetter!

Was viele, vor allem erstmalige, Hundebesitzer nicht wissen, ist das für die eigenen Vierbeiner in vielen Bundesländern eine Pflicht zum Abschluss einer Hundehaftpflicht herrscht.

Wieso, und vor allem wo, dies so ist, lest ihr in diesem kleinen Beitrag.

Haftpflichthelden

Wie kann es sein, dass bei mir eine ‚Hundehaftpflicht Pflicht‘ herrscht und bei anderen nicht?

Wenn es um die konkrete Regelung des Themas Hundehaftpflicht geht, haben die jeweiligen Bundesländer quasi freie Hand. Heißt: die einzelnen Bundesländer dürfen selbst darüber entscheiden, ob in ihrem Land künftig zwingend eine Hundehaftpflichtversicherung von Hundebesitzern abgeschlossen werden muss.

Die Beweggründe der jeweiligen Bundesländer sind dabei zum Teil sehr verschieden. In Hamburg zum Beispiel, haben explizite Sachverhalte, bei denen Menschen durch Hunde verletzt bzw. getötet wurden dazu geführt, die Hundehaftpflicht zur absoluten Pflicht zu machen.

Andere Bundesländer sind sich der Gefahr bewusst, die durch Hunde ausgehen kann und möchten durch die zwingende Hundehaftpflicht dazu beitragen, dass die Parteien im Schadensfall die finanziellen Folgen problemlos abdecken können.

Heißt für Hundebesitzer: gerade, wenn man gerade frisch umgezogen ist, sollte man sich schnellstmöglich bzgl. seiner Pflichten in diesem Bereich informieren und im entsprechenden Fall eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen – auch, wenn man bisher keine hatte.

In diesen Bundesländer muss eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen werden!

Stand heute, müssen Hundebesitzer in 6 Bundesländern zwingend eine Hundehaftpflicht abschließen. Zu den 6 Bundesländern zählen:

  • Thüringen
  • Schleswig-Holstein
  • Sachsen-Anhalt
  • Niedersachsen
  • Hamburg und
  • Berlin

Unklar ist zu diesem Zeitpunkt noch, ob die Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für den Hund in den nächsten Jahren auf weitere – oder gar alle – Bundesländer erweitert wird.

Mit Sicherheit ist jedoch davon auszugehen, dass die zuständigen Stellen ganz genau auf die Statistiken zu den Schadensfällen schauen werden, bei denen (mindestens) ein Hund involviert ist.

Pflicht hin oder her – kann eine Hundehaftpflicht auch ohne Zwang interessant für Hundebesitzer sein?

Obwohl der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung natürlich mit Mehrkosten verbunden, kann sich der Abschluss trotzdem lohnen – gerade dann, wenn es zu Schadensfällen kommt.

Im Falle eines Falles werden Hundebesitzer durch eine Haftpflichtversicherung für den eigenen Hund immer dann geschützt, wenn es im Zusammenhang mit den eigenen Hunden zu Schadensfällen kommt. Also bspw. bei:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Bei Schäden im Kampf ‚Hund gegen Hund‘

Egal welcher dieser Sachverhalte eintritt, ohne gültige Hundehaftpflichtversicherung zahlen Hundebesitzer die fälligen Rechnungen im Regelfall aus der eigenen Tasche. Je nach Sachlage kann dies außerordentlich teuer werden. Man denke bspw. an den praktischen Fall, dass der eigene Hund das Auto des Nachbarn beschädigt oder gar vor ein fahrendes Fahrrad rennt und den Fahrradfahrer damit verletzt. All diese Fälle passieren täglich und obwohl die meisten Hunde sicherlich gut erzogen sind, besteht doch immer ein kleines Restrisiko.

Wer es also Hundebesitzer darauf nicht ankommen lassen möchte, der kann sich bereits jetzt Gedanken über eine passende Versicherung für den Hund machen – weit bevor er in ein anderes Bundesland zieht oder der Abschluss zur allgegenwärtigen Pflicht wird.

 

 

 

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