Dummytraining für Hunde

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Das Dummytraining für Hunde ist eine äußerst anspruchsvolle, spannende aber auch vielseitiger Sport, der Mensch und Hund gleichermaßen auslastet und fördert. Durch die Arbeit als Team stärkst Du beim Dummytraining die Beziehung zwischen Dir und Deiner Fellnase. Hast Du das Dummytraining für Hunde weit genug ausgebaut, vertraut Dir Dein Vierbeiner soweit, dass er Dir seine Beute nach dem Apportieren überlässt. Ein großer Vertrauensbeweis, der nur durch stetige Arbeit erreicht werden kann. Dabei wird heutzutage das Dummytraining nicht mehr nur bei Jagdhunderassen eingesetzt, inzwischen kann sich jeder Hund, der sich gerne bewegt und seine Nase einsetzt, am Dummytraining versuchen. Unabhängig von Alter, Größe und Rasse macht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund besonders viel Freude.

Was genau ist ein Dummy?

Ein Dummy soll die Beute nachstellen. Viele Hunde besitzen von Natur aus einen ausgeprägten Jagdtrieb, der natürlich im besten Fall für etwas Positives genutzt werden sollte. Da bietet es sich natürlich an, dass Du Deinem Hund eine geeignete Beute freiwillig zur Verfügung stellst, als dass sich Dein Hund seine Beute selbst suchen muss und im schlimmsten Fall dabei noch etwas erlegt.

Den Dummy fürs Dummytraining gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Am bekanntesten sind die Futterdummies, es gibt aber auch extra Dummys fürs Wasser und sogar welche die leuchten können. Durch die unterschiedlichen Formen und Größen ist für jede Hunderasse der passende Dummy zu finden.

Hergestellt aus Canvas oder Segeltuch, sind die Dummys äußerst robust und lassen sich auch bei schlechter Witterung einsetzen.

Die unterschiedlichen Dummys

1. der Standarddummy

Standarddummys gibt es inzwischen überall zu kaufen. Sie sehen aus wie kleine Säckchen, die mit Sägemehl oder Kunststoffgranulat gefüllt sind. Sie sind geschlossen und können überall zum Einsatz kommen – ein richtiger Allrounder eben.

2. Der Futterdummy

Der Futterdummy eignet sich für Deinen Hund besonders gut, wenn Du Deinen Hund den Dummy apportieren lassen möchtest. Das Dummytraining mit dem Futterdummy wird dadurch erleichtert, dass du den Dummy zuvor mit Leckerchen befüllen kannst. Apportiert Dir Dein Hund den Dummy erfolgreich während des Trainings, kannst Du ihn direkt aus diesem belohnen. Das fördert die Beziehung und das Vertrauen zwischen Mensch und Hund besonders bei jungen Hunden, die sich noch in der Lernphase befinden.

Verschiedene Futterdummys
Futterdummys in verschiedenen Größen und Farben.
Bildnachweis: www.sleepherds.de

3. Der Felldummy

Der Felldummy ist ähnlich aufgebaut wie die Standarddummies – mit dem kleinen Unterschied, dass sie mit Fell überzogen sind. Gerade wenn Du auf einem Feld arbeiten möchtest, bietet sich ein Felldummy besonders gut an, da er die tierische Beute, zumindest optisch, realistisch nachahmt.

4. der Dummy Ball

Der Dummy der in Form eines Balls daherkommt ist hauptsächlich für den Einsatz im Wasser gedacht. Durch seine außerordentlich guten Schwimmeigenschaften ist er perfekt fürs Wassertraining deines Hundes.

5. Der Speed Dummy

Der Speed Dummy ist ein ganz besonderer Dummy. Durch sein äußerst geringes Eigengewicht kann er ohne großen Kraftaufwand besonders weit und schnell geworfen werden. Das entlastet Dich als Halter, eignet sich aber gleichermaßen auch für kleinere Hunderassen oder Welpen die den Dummy aufgrund seines niedrigen Gewichts besser aufnehmen und apportieren können.

6. Der Bumper Dummy

Der Bumper Dummy ist auch noch mal ein extra Dummy der fürs Schwimmtraining konzipiert wurde. Er besteht aus geschäumten PU-Schaum und ist damit nicht nur äußerst stabil sondern auch schwimmfähig.

7. Der dreiteilige Dummy

Der dreiteilige Dummy eignet sich für erfahrenere Hunde im Dummytraining. Dieser Dummy imitiert in seiner Form die Gestalt von Wild. Beim Apportieren ähnelt die dreiteilige Anordnung auf besondere Weise dem Apportieren von richtigem Wild. Die Seitenteile hängen dabei lose herunter. Dreiteilige Dummys besitzen ein hohes Eigengewicht.

Dummytraining für Hunde – Was bedeutet apportieren?

Apportieren ist der Vorgang, wenn Dein Hund einen Gegenstand zu Dir zurück bringt. Ursprünglich liegt das Apportieren also in der Jagd. Während der Jäger die Beute erlegte hatte der Hund die Aufgabe, dem Jäger das tote Tier zurückzubringen.
Aus diesem Grund eignen sich Jagdhunde besonders zum Apportieren. Es liegt ihnen sozusagen züchterisch in den Genen. Aber auch für andere Hunderassen ist das Apportieren der nachgeahmten Beute ein besonders großer Spaß.

Die Vorteile des Dummytraining für Hunde

Der Hauptvorteil des Dummytraining mit dem Dummy liegt darin, dass die Beziehung zwischen Deinem Vierbeiner und Dir große Stärkung erfährt. Ziel ist es, das Vertrauen zwischen euch soweit auszubauen, dass Dein Hund Dir seine Beute nach dem apportieren freiwillig überlässt. Natürlich lernst auch Du bei stetigen Dummytraining Deinem Hund mehr zu vertrauen. Fortgeschrittenes Dummytraining beinhaltet auch, dass Dein Hund sich außer Sichtweite bewegen darf und den Dummy an abgelegenen Orten sucht.
Auch die Kommunikation zwischen Dir und Deinem Hund wird sich deutlich verbessern. Du wirst lernen auf Deine Körpersprache zu achten und sie beim Dummytraining für Hunde gekonnt einzusetzen. Gleichzeitig wirst Du auch die Körpersprache Deines Hundes besser deuten können.

Dummytraining ist auch hervorragend für Hunde geeignet, die wenig Selbstvertrauen oder Interesse an der Interaktion mit Menschen haben. Vor allem scheue Hunde profitieren daher vom Training mit dem Dummy. Auch gestresste und psychisch belastete Hunde profitieren von der Arbeit mit dem Dummy. Der Hund wird auf spielerische Art ausgelastet und es fordert gleichermaßen seine Art typischen Fähigkeiten.

Besonders praktisch ist natürlich auch, dass das Dummytraining für Hunde überall eingesetzt werden kann. Es braucht kaum Hilfsmittel und es ist zeitlich flexibel zu gestalten.

Die Vorteile in Überblick

– Förderung von atypischen Fähigkeiten des Hundes

– artgerechte Auslastung

– Abbau von Stress

– Stärkung des Selbstvertrauens des Hundes

– Einübung von Kommandos wie Bleib, Sitz, Stop und Los

– die Bindung zwischen Mensch und Tier wird gefördert

– eignet sich für Hunde jeder Rasse und jeden Alters

Wo kann ich überall mit dem Dummy trainieren?

Dummytraining für Hunde kannst Du fast überall durchführen. Auf Wiesen, auf Feldern oder im Wald macht das Dummytraining besonderen Spaß. Du kannst aber auch einfach den Dummy auf kurzen Spaziergängen zwischendurch immer mal wieder verstecken um die Nasenarbeit mit Deinem Hund zu fördern. Auch im Wasser kann man mit dem Dummy trainieren, allerdings benötigst Du dafür einen speziellen Wasserdummy, der an der Oberfläche schwimmt.

Mann wirft Dummy in See
Bildnachweis: depositphotos.com Dog training @ jarih

Achtung:
Bitte denke beim Dummytraining immer daran, dass Dein Hund nicht überall ohne Leine herumlaufen darf. Grundsätzlich musst Du immer von der Leinenpflicht ausgehen. In diesem Fall ist eine sogenannte Schleppleine von besonderer Wichtigkeit. So kann sich Dein Hund in einem größeren Radius frei bewegen und den Dummy suchen ohne dass Du ihn von der Leine nehmen musst.

Wie beginne ich mit dem Dummytraining für Hunde?

Hast Du Dich für einen Dummy entschieden und möchtest jetzt das Dummytraining ausprobieren? Dann such Dir zu allererst einen schönen freien Platz an dem Du Deinen Hund stetig im Auge behalten kannst. Lass ihn sich neben Dich setzen und zeige ihm zuerst einmal den Dummy. Für den Anfang haben sich vor allem Futterdummys bewährt, da die Motivation für Deinen Hund deutlich größer ist wenn es beim apportieren gleich eine Futter Belohnung gibt.

Ist Dein Hund jetzt am Dummy interessiert? Dann entferne Dich ein paar Schritte von ihm und leg den Dummy ruhig auf den Boden. Hat Dein Hund brav gewartet, dann kannst Du ihn jetzt freigeben, so dass er sich den Dummy holen kann. Bestärken ihn in seinem Verhalten, damit er weiß, dass sein Verhalten richtig ist. Ist Dein Hund beim Dummy angekommen und nimmt ihn direkt ins Maul? Bravo! Ermuntere ihn, Dir den Dummy zurückzubringen. Wenn Dein Hund alles erfolgreich durchgeführt hat kannst Du ihn mit einem Leckerchen belohnen. Du tauschst sozusagen den Dummy gegen das Futter.

Wenn Dein Hund den Ablauf einmal verstanden hat, kannst Du die Distanz zwischen ihm und dem Dummy immer weiter erhöhen und am Ende soweit verlängern, dass Du den Dummy nur noch werfen musst.

Dummytraining für Hunde schon im Welpenalter?

Auch im Welpenalter ist das Dummytraining für Hunde bereits geeignet. Spezielle kleine und besonders leichte und weiche Dummys können für das Training zum Einsatz kommen. Auf diese Weise lernen die Welpen bereits spielerisch die Grundkommandos für den Hund kennen und bauen eine bessere Bindung zu ihren Menschen auf. Im Welpenalter musst Du allerdings stark darauf achten Deinen Hund nicht zu überfordern. Welpen werden sehr schnell müde, ihre Gelenke und ihr Knochengerüst sind noch nicht voll ausgebildet und sollten daher entsprechend geschont werden.

Ein erfolgreiches Dummytraining fördern

Da das Dummytraining die Beziehung zwischen Dir und Deinem Hund stärken bzw festigen soll, gibt es einige Punkte, die für ein erfolgreiches Training besonders wichtig sind:

– Setze Dir und Deinem Hund stetig neue Ziele

– Das Training muss Dir und Deinem Hund immer Freude bereiten

– Überlege Dir im Vorfeld einen strukturierten Aufbau des Trainings um es effektiv zu gestalten

– habe etwas Zeit und Geduld während des Trainings für Dich selbst und auch für Deinen Vierbeiner

Natürlich steht der Spaß beim Dummytraining immer im Vordergrund. Daher muss das Apportieren nicht immer perfekt aussehen, zwischendrin darf es auch immer mal einen kleinen Spaß Wurf geben, der auch gänzlich ohne Kommando auskommen kann.

Beim Apportieren werden sowohl der Geist als auch der Körper Deines Hundes besonders angestrengt. Er wird also doppelt gefördert. Achte bitte darauf, Deinen Hund nicht zu überfordern. Seine Gesundheit steht schließlich immer an erster Stelle.

Auch musst Du daran denken, Deinen Hund vor dem eigentlichen Dummytraining ein wenig aufzuwärmen. Genau wie bei uns Menschen fördert eine kurze Aufwärmphase die Arbeit der Muskeln beim eigentlichen Training. Das kann ein kurzer Spaziergang, ein paar Dehnübungen oder das Ausprobieren unterschiedlicher Gangarten sein.

Fazit – Dummytraining

Du kannst Dir das Dummytraining natürlich auch vollkommen frei gestalten. Wichtig ist immer dass es für Dich und Deinen Hund besonders spannend und abwechslungsreich bleibt. Suche Dir neue Gelände aus, probiere die unterschiedlichen Dummys und sieh Deinen Hund als vollwertigen Partner an – so werdet ihr zusammen eine ganze Menge Spaß erleben.

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