Deinen Hund auslasten – Schlechtwetterbeschäftigung für den Hund

Schlechtes Wetter drückt nicht nur auf die Stimmung von Menschen. Oft ist auch bei Vierbeinern eine gedrückte Stimmung zu beobachten. Daran ist jedoch nicht immer der Regen schuld. Zumeist sind Hunde mürbe, weil Herrchen oder Frauchen nicht dazu bereit ist, viel Zeit im Freien zu verbringen. Den Hund auslasten auch bei Schlechtwetter? Bei uns erfährst Du, wie es geht.

Hund auslasten bei Schlechtwetter – ausgedehnte Spaziergänge sind möglich

Bei Schlechtwetter müssen Sie nicht unbedingt auf lange Spaziergänge verzichten. Natürlich wirkt die Natur bei Regen, starkem Schneefall oder Sturm weniger einladend. Doch bei schlechtem Wetter ergeben sich mitunter Gelegenheiten, neue Orte kennen zulernen. Denn oft sind dabei weniger Leute unterwegs, sodass Du mit Deinem Vierbeiner ansonsten zu stark frequentierte Plätze erkunden kannst.

Doch im Vorfeld musst Du Dich und Deinen Hund gut ausrüsten. Während große Tiere mit langem Fell selbst bei ausgedehnten Ausflügen in die Natur nicht auskühlen, musst Du die kleineren Rassen oder Vertreter ohne Unterwolle schützen. Dafür bieten sich unter anderem Hunde-Regenjacken an. Sie sind mittlerweile sowohl online als auch beim Fachhändler zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Damit Dir nicht kalt wird, musst Du Dir eine Regenjacke samt Stiefel anziehen. Vergesse nicht darauf, Deinen Kopf mit einer Haube oder einer wasserdichten Kapuze zu schützen.

Um eine Unterkühlung von Mensch und Tier zu vermeiden, solltet ihr immer in Bewegung bleiben. Tolle gemeinsam mit Deinem Vierbeiner in der Wiese herum. Willst Du selbst nicht allzu nass werden, dann nimm ein Spielzeug mit und lass ihn dieses apportieren. Oft gibt es auch in Parks Bereiche, an denen Du vor Regen geschützt bist. Von dort aus kannst Du Deinem Liebling den Ball zuwerfen. Den meisten Fellnasen macht es nichts aus, wenn sie ein bisschen nass werden. Dies gilt vor allem dann, wenn sie in ein Spiel vertieft sind. So kannst Du auch bei Schlechtwetter Deinen Hund auslasten. Wie lange Du Dich mit Deinem besten Freund im Freien aufhältst, hängt von der Stärke des Regens ab. Gleicht er einem Wolkenbruch, fallen die meisten Spaziergänge kürzer aus.

Und nicht vergessen: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung :-)

Darum ist das Hund auslasten bei Schlechtwetter wichtig

Regnet oder stürmt es, fallen Spaziergänge mit der Fellnase doch häufig – wenn auch unbewusst – kürzer aus. Du hältst Dich dabei natürlich nur ungern für längere Zeit im Freien auf. Auch gönnst Du Deinem Vierbeiner manchmal weniger Auslauf, da er dabei recht schmutzig werden kann. Bei älteren oder gesundheitlich angeschlagenen Hunden sowie bei Welpen ist es sogar ratsam, so bald wie möglich eine warme Umgebung aufzusuchen.

Doch für die meisten Fellnasen ist ein längerer Aufenthalt in der Wohnung langweilig. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine große Rasse handelt, die viel Auslauf benötigt. Schnell wird der Vierbeiner ungehalten, wobei unausgelastete Tiere schonmal zu Ungehorsam neigen. Willst Du dieses Szenario vermeiden, solltest Du den Hund auslasten. Mittlerweile gibt es viele Arten der Schlechtwetterbeschäftigung für den Hund. So kannst Du ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig fordern. Dein bester Freund wird dadurch bald müde und ruhiger. Auf diese Weise können selbst mehrere Regentage die Stimmung Deines Vierbeiners nicht trüben. Achte im Vorfeld darauf, dass die Schlechtwetterbeschäftigung für den Hund zu Deinem Vierbeiner passt.

Außerdem fördert die Auslastung auch Eure gemeinsamen Beziehung.

Übrigens: Im Internet findest Du auch viele tolle Anleitungen für neue Tricks. Schau einfach mal nach. Probierst Du auch mal etwas neues, wird es bestimmt nicht langweilig und die meisten Hunde lieben es, spielerisch Tricks zu lernen.

Die Leckerlis gut und griffbereit verstauen? Hier erfährst Du tolle Tipps.

Hund macht Kunststück
Deinen Hund auch bei Schlechtwetter auslasten kann sowohl Hund als auch Mensch viel Spaß bereiten!
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Tipps zum Hund auslasten

Lass Deinen Vierbeiner suchen

Hierbei handelt es sich um ein Spiel, das bei den meisten Vierbeinern sehr beliebt ist. Dafür lässt Du Deinen Hund zuerst an einem Leckerchen schnuppern. Als nächstes schickst Du Deinen Liebling an seinen Schlafplatz, wobei Du die Leckerei in der Wohnung versteckst. Stelle aber sicher, dass Dich Dein Vierbeiner dabei nicht aus den Augen verliert. Nun lässt Du ihn mit dem Befehl „Such!“ nach dem Leckerbissen stöbern.

Mit der Zeit kannst Du den Schwierigkeitsgrad steigern. Lassen Dich fortan beim Verstecken der Belohnung nicht mehr beobachten. Wähle dafür aber trotzdem Orte aus, die dem Hund vertraut sind und die er gut erreicht. Der Vorteil dieses Spiels ist, dass Du es nicht nur bei Schlechtwetter spielen kannst. Vierbeiner suchen auch gerne im Freien nach versteckten Leckereien. Mit dieser Freizeitbeschäftigung wirst Du zu jeder Jahreszeit Deinen Hund auslasten.

Du kannst die Belohnung auch gut in einen Futterdummy verstauen und diesen Verstecken. Der Dummy muss dann von Deinem Hund erst zu Dir gebracht werden, bevor er die Belohnung bekommt.

Wie Du Deinen Hund auch draußen toll mit dem Futterdummy beschäftigen kannst, erfährst Du hier.

IQ-Spiele für Hunde

Mit dieser Art von Spielen kannst Du Deinen Hund auslasten und gleichzeitig seine Intelligenz beeinflussen. Im Internet findest Du etliche Anleitungen für IQ-Training für Deinen Vierbeiner. Der Vorteil an dieser Art von Freizeitbeschäftigung ist, dass selbst nach mehreren Runden keine Langeweile aufkommt. Außerdem kannst Du die Spiele auch unkompliziert in der Wohnung durchführen. Es handelt sich damit um die ideale Schlechtwetterbeschäftigung für den Hund.

Es gibt unzählige Intelligenzspielzeuge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Wenn Du kein Handwerker bist, kannst Du diese auch im Internet bestellen. Alternativ kannst Du aber auch vieles selbst bauen.

Den Leckerlis folgen

Auch hier handelt es sich um ein Spiel, das bei vielen Vierbeinern Begeisterung auslöst. Hierbei wirfst Du einfach trockene Leckereien durch den Raum, wobei der Vierbeiner ihnen folgen muss. Mit der Zeit hast Du die Möglichkeit, den Spielverlauf und damit den Schwierigkeitsgrad zu steigern. Lasse den Hund per Befehl eine Zeit lang warten, bis er der Belohnung folgen darf. Eine Herausforderung wird dies vor allem dann, wenn Du mehrere Vierbeiner beschäftigen musst. Sorge dafür, dass sich die Fellnasen bei der Jagd nach dem Leckerli abwechseln.

Achte darauf, dass Du die Reihenfolge stets variierst. So müssen die Hunde konzentriert bleiben. Mit diesem Spiel lastest Du die Vierbeiner geistig und körperlich aus.

Das Essen als Herausforderung

Für viele Hundehalter ist es verlockend, ihre Vierbeiner bei Schlechtwetter mit Essen bei Laune zu halten. Doch nicht immer ist dies eine gute Idee – passt Du nicht auf, wird Dein Hund so schnell übergewichtig. Natürlich muss Deine Fellnase auf ihre Mahlzeit nicht ganz verzichten. Mit einem Futterpuzzle kannst Du aber dafür sorgen, dass Essen für Deinen Liebling zur Herausforderung wird. Dazu kannst Du entweder spezielle Futterautomaten im Fachhandel erwerben oder diese Schlechtwetterbeschäftigung für den Hund selbst basteln.

Damit Du Deinem besten Freund nicht zu viel oder zu wenig Futter verabreichst, solltest Du die Menge im Vorfeld abmessen. Achte beim Spiel ebenfalls auf eine gesunde Ernährung. Wie Du Deinen Hund gesund ernährst, erfährst Du hier. Als Leckerchen für zwischendurch empfehlen wir Dir AniFit EasyBarf. Das kannst Du toll klein brechen und die Hunde lieben das gefriergetrocknete Fleisch.

Wie Du Deinen Hund gesund ernährst, erfährst Du hier.

Festige Gewohnheiten

Vielen Hunden ist es wichtig, dass sie außerhalb der eigenen vier Wände – also bei Spaziergängen – eine fixe Routine haben. Doch auch in den Innenräumen lassen sich gewisse Gewohnheiten einführen. Hierbei kann es sich unter anderem um ein Spiel handeln, das jeden Tag zu einer festen Zeit stattfindet. Dabei muss es nicht mit großem Aufwand verbunden sein. Auch das Rollen eines Balls oder das Tanzen um den Vierbeiner herum, kann Deinen Hund auslasten. Die Routine kann aber auch fixe Zeiten, in denen Du Dich anderen Tieren oder der Hausarbeit widmest und Deine Fellnase nicht beachtest, enthalten.

Hund auslasten : Übe die Leinenführigkeit

Es ist wichtig, dass sich Dein Vierbeiner gut an der Leine führen lässt. Dies kannst Du aber nicht nur im Freien, sondern auch in den eigenen vier Wänden üben. So kannst Du Deinen Hund auslasten, ihm etwas neues Beibringen und das Schlechtwetter überbrücken. Nimmst Du die Leine in die Hand, wird sich Dein bester Freund wahrscheinlich zur Eingangstüre begeben. Doch schon bald wird er merken, dass ihr nicht ins Freie geht. Nun spazierst Du einfach mit Deiner Fellnase durch die Wohnung. Hat sich der Hund daran gewöhnt, kannst Du den Schwierigkeitsgrad steigern. So hast Du unter anderem die Möglichkeit, mit ihm über Treppen zu gehen. Außerdem kannst Du plötzliche Drehungen von 90 Grad einbauen. Stelle sicher, dass der Vierbeiner die Handlungen nicht immer vorhersehen kann. Damit die Fellnase motiviert bleibt, musst Du sie bei Gehorsam ausgiebig loben. Dazu gehört, dass Du sie zusätzlich mit der einen oder anderen Leckerei belohnst.

Aber Achtung. Sollte Dein Hund eh schon dazu neigen, Dir überall hin zu folgen, solltest Du unbedingt auch Elemente einbauen, bei denen Dein Hund liegen bleibt und Du Dich alleine in der Wohnung bewegst, da Du sonst sein Verhalten fördern könntest.

Ein Hütchenspiel für den Vierbeiner

Hierbei handelt es sich um das vertraute Hütchenspiel, das oft in Fußgängerzonen großer Städte beobachtet werden kann. Doch anstatt eines Balls, verwendest Du hier ein Leckerchen. Dieses platzierst Du unter eine von zwei Tassen. Natürlich musst Du Dich dabei von Deinem Vierbeiner beobachten lassen. Im nächsten Schritt liegt es an der Fellnase, die Belohnung zu finden. Die meisten Hunde sind gut darin, den Tassen mit den Augen zu folgen. Mit der Zeit kannst Du den Schwierigkeitsgrad steigern. Dafür nimmst Du nun drei Tassen her. Auch kannst Du das Leckerli außerhalb des Gesichtsfeld Deines Vierbeiners verstecken. Sorge vor allem zu Beginn dafür, dass Dein bester Freund oft gewinnt. So stellst Du sicher, dass er motiviert bleibt und auch bei höherem Schwierigkeitsgrad mitspielt.

Drehe einen Film

Diese Freizeitbeschäftigung erfreut Mensch und Tier gleichermaßen. In den meisten Fällen reichen eine Digitalkamera oder ein Smartphone dafür vollkommen aus. Das Ziel dabei ist es, Deinen Hund beim Ausführen verschiedener Tricks zu filmen. Dadurch kriegst Du nicht nur ein tolles Video zustande, sondern Du lastest Deine Fellnase dabei aus. Außerdem arbeitet ihr beim Videodreh zusammen, sodass eure Bindung gestärkt wird. Es ist natürlich nicht Pflicht, dass Du den Kurzfilm im Internet veröffentlichst. Viele Hundebesitzer verwenden das Video auch dazu, um zu sehen, bei welchen Tricks noch Luft nach oben besteht. So erhältst Du einen Blick für Details und kannst das Verhalten Deines Tiers beim Aussprechen von Befehlen besser steuern.

Beim gemeinsamen Spazierengehen hast Du oftmals nicht den Blick für solche Details. Das Schlechtwetter ist damit die ideale Gelegenheit, um das Training Deines Vierbeiners auf ein neues Level zu bringen. Willst Du das Filmchen online veröffentlichen, musst Du es im Vorfeld schneiden. Dich kostest das allerdings nichts – mittlerweile sind die meisten solcher Tools kostenlos zu haben.

Hund auslasten
Drehe doch mit Deinem Hund mal eine kleine Homestory?
Bildnachweis: Movie clapper dog @ Flydragonfly

Treppensteigen mit dem Vierbeiner

Nicht nur für Menschen stellt das Treppensteigen eine wichtige und fordernde Trainingseinheit dar. Es handelt sich hierbei um eine Konditionsübung, die einiges an Kraft und Ausdauer abverlangt. Dies gilt auch für den Hund. Falls das Wetter einen langen Spaziergang nicht zulässt, könnt ihr euch auf diese Weise beide auspowern. Dein Vierbeiner wird so garantiert müde. Doch nicht jedes Tier ist gewillt, Dir beim Treppensteigen zu folgen. Hier kannst Du mit einer Leckerei Abhilfe schaffen. Begebe Dich dazu mit dem Hund an das obere Ende der Treppe und lasse den Leckerbissen die Stufen herunterrollen. Schnell wird der Vierbeiner dem Futterstück folgen. Rufe den Hund danach wieder zu Dir zurück. Nun wiederholst Du den Vorgang. Versuche dabei, die Geschwindigkeit stetig zu steigern. Schon bald wird Deine Fellnase erschöpft sein und sich in ihr Körbchen begeben. 

Wenn Du gleichzeitig durch diese Übung Muskeln bei Deinem Hund aufbauen willst, solltest Du darauf achten, dass er die Übung langsam ausführt.

Der einzige Nachteil dieser Übung ist, dass sie sich ausschließlich in mehrgeschossigen Häusern oder Wohnungen durchführen lässt. Allerdings stehen Dir ausreichend andere Beschäftigungen, mit denen Du Deinen Hund auslasten kannst, zur Verfügung.

Beachte aber bitte, dass für diese Übung Dein Hund gesund sein sollte. Welpen oder gesundheitlich beeinträchtigte Hunde sollten diese Übung nicht machen.

Liegestütze für den Vierbeiner

Auch Hunde sind dazu imstande, Liegestütze zu machen. Natürlich sieht diese Übung ein wenig anders als beim Menschen aus. Konkret handelt es sich dabei um eine schnelle Abfolge der Befehle Sitz und Platz. Du brauchst also nur wenig Fläche, um Deinen Vierbeiner Liegestütze machen zu lassen. Wiederhole die Befehle mehrmals hintereinander. Denke außerdem daran, Abwechslung in die Übung hineinzubringen. So kannst Du Deinen Liebling für längere Zeit in der Position „Sitz“ oder „Platz“ ausharren lassen. Schon nach einigen Minuten wird Dein Vierbeiner müde und auch durstig sein. Vergesse also nicht darauf, ihm eine Schüssel mit Wasser zur Verfügung zu stellen. Außerdem solltest Du Deinen besten Freund danach ausgiebig belohnen. Dies spornt ihn an, das Training beim nächsten Mal wieder enthusiastisch durch zuziehen. Mit dieser Übung kannst Du jeden Hund auslasten.

Du kannst Deinen Liebling auch mit Übungen zum Medical Training auslasten. Wie das funktioniert, erfährst Du hier.

Entspannung ist angesagt

Bei Schlechtwetter darf Entspannung nicht zu kurz kommen. Viele Hundebesitzer vergessen, dass Regenspaziergänge auch für ihren Vierbeiner anstrengend sind. Das Immunsystem arbeitet aufgrund der Nässe und dem kühlen Wind auf Hochtouren. Dies gilt vor allem für die kleineren Vertreter sowie für Fellnasen mit kurzem Fell. Macht es euch nach einem ausgedehnten Ausflug vor Heizung oder Kamin gemütlich. Belohne Deinen Vierbeiner mit einem gesunden Kauartikel. Vergesse nicht darauf, ihn nach dem Spaziergang durch den Regen abzutrocknen. Ist er sehr nass geworden, kannst Du auch mit einem Föhn zur Tat schreiten. Dies gilt im Übrigen gleichermaßen im Winter bei Schneefall. Auch wenn Hunde das kühle Wetter nicht so intensiv wie Menschen spüren, so können sie sich doch erkälten.

Es gibt auch tolle Bademäntel, in die sich Dein Hund kuscheln kann.

Fazit Hund auslasten bei Schlechtwetter

Schlechtwetter bedeutet nicht, dass Dein Hund sich in den vier Wänden langweilen muss. Heute kannst Du Deinen besten Freund auch in Deiner Wohnung auf unterschiedliche Arten bei Laune halten. Natürlich springt nicht jeder Vierbeiner auf jedes Spiel gleich an. Manchmal sind mehrere Versuche notwendig, um die Fellnase zu begeistern. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie bereits älter ist. Außerdem gibt es im Internet genug Anleitungen, die Dir Spiele näher bringen, mit denen Du Deinen Hund auslasten kannst.

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