Hundetrainer werden – Alles was Du wissen musst!

Hundetrainer werden ist eigentlich gar nicht schwer. Du musst natürlich ein gewisses Wollen an den Tag legen und den Vierbeiner im Allgemeinen mögen. Wer keine Hunde mag, der ist in der Ausbildung zum Hundetrainer nicht ideal aufgehoben. Das sollte hoffentlich klar sein. Auch wenn Du Probleme mit Menschen hast, ist der Beruf wohl doch nichts für Dich. Wenn Du eine Ausbildung zum Hundetrainer anstreben möchtest, aber noch etwas Hintergrundwissen brauchst, haben wir hier einiges für Dich aufgeführt. So weißt Du schon bald genau, was Dich erwartet und ob Du der ideale Hundetrainer sein könntest.

Die Ausbildung zum Hundetrainer und was Du wissen sowie beachten musst

Um zu verstehen, welche Aufgaben eine Ausbildung zum Hundetrainer beinhalten, solltest Du vor allem mehr über den „Berufsstand“ wissen. Es geht primär darum, dass Hunde gemeinsam mit den Besitzern erziehst und sie auf viele Alltagssituationen vorbereitest. Auch wirst Du nicht nur Welpen erziehen müssen, sondern vermeidlich schwer erziehbare Vierbeiner und möglicherweise auch Hunde, die vielleicht schon einmal bissig wurden. Du bist nämlich nicht selten die letzte Hilfe, ehe manche Vierbeiner sonst im Tierheim landen oder je nach Vorverhalten eingeschläfert werden müssen. Ein enormer Druck kann also auf Dir lasten.

Die Ausbildung zum Hundetrainer ist im Übrigen keine gängige Ausbildung wie zum Kfz-Mechaniker, aber Du wirst seit 2007 zertifiziert, was die Tierärztekammer vornimmt, sodass Deine Anerkennung für besondere Leistungen nachweisbar ist. Wenn Du also ein Händchen für Tiere hast, kann es immer hilfreich sein, sich beruflich umzuorientieren. Im Übrigen arbeiten viele Hundetrainer auch selbstständig oder nebenbei noch anderweitig, das kannst Du natürlich auch.

So wirst Du ein Hundetrainer

Jeder kann sich „Experte“ nennen, wenn die Berufe nicht geschützt sind. Das macht viele Berufsstände für Betrüger so interessant. Seit 2007 ist das jedoch bei der Ausbildung zum Hundetrainer etwas anders geregelt. Auch wenn Du keine klassische Ausbildung in dem Sinne absolvieren musst, willst Du doch sicherlich durch die Tierärztekammer einen Nachweis haben, dass Du zertifizierter Hundetrainer bist, stimmt es? Dies bedeutet schließlich für Dich mehr Einnahmen, einen seriöseren Auftritt und eine gewisse Anerkennung Deiner Leistungen.

Die Lehrgangsinhalte einer Ausbildung zum Hundetrainer in einer Übersicht

Es ist schwierig Dir hier einheitlich zu sagen, worauf Du dich bei den gegebenen Lehrinhalten zu einer Ausbildung zum Hundetrainer einstellen kannst. Denn regional sind diese sehr unterschiedlich und nicht wirklich einheitlich. Das macht es daher nicht gerade leichter, Dir hier eine kleine Auflistung mit dem auf dem Weg zu geben, aber wir probieren es, um Dir einen ungefähren Eindruck der vielseitigen Lehrgangsinhalte zu vermitteln.

  • Das Hundewesen
  • Hintergrundinformationen über den Hund ( Abstammung usw. )
  • Der Hund & Mensch im Zusammenleben
  • Lernverhalten der Vierbeiner
  • Rechtswesen rundum den Hund
  • Der Tierschutz
  • Erste Hilfe Themen rundum den Hund
  • Die Gesundheit des Vierbeiners
  • Und weitere Themen, die die Menschen und den Hund betreffen

Dies sind jedoch recht „einheitliche“ Lehrgangsinhalte. Sowohl bei Online-Schulungen als auch örtlich. Denn natürlich musst Du das Verhalten von Mensch und Tier kennen, aber auch den Hund sowie dessen Gesundheit. Das bleibt also recht ähnlich. Dennoch kann es eben hier und dort einige Unterschiede bei den jeweiligen Ausbildungen zum Hundetrainer geben.

Eine Karriereperspektiven liegen Dir als Hundetrainer zu „Füßen“

Keine Frage, Du musst nicht ewig als Hundetrainer arbeiten oder „nur“ als Trainer für den Vierbeiner. Es gibt auch berufliche Perspektiven, wo Dich die Ausbildung zum Hundetrainer in jedem Fall weiter bringt. Wie wäre es zum Beispiel in einer weiteren Berufssparte wie der Tierheilkunde sowie der Tierhomöopathie? Hier wärst Du mit der gewissen Vorkenntnis natürlich schon ein Schritt weiter, weil Du in Deiner Ausbildung zum Hundetrainer eben auch gelernt hast, wie es um die Erste-Hilfe beim Vierbeiner und die Hundegesundheit im Allgemeinen bestellt ist. Die Hundepsychologie wäre ein weiterer Schritt, wo Du sicherlich gut Fuß fassen könntest. Denn hier bedarf es eine gewisse Vorkenntnis im Umgang mit Hunden und als erfahrener Hundetrainer kannst Du diese natürlich absolut nachweisen.

Von wo aus Du arbeitest

Es gibt ein ganz breit gefächertes Arbeitsgebiet, sodass Du nicht ständig an einem Ort aktiv sein musst. Denn Hundetrainer werden ja nicht nur in ihren selbst eröffneten Hundeschulen besucht, was Dir mit der Ausbildung zum Hundetrainer natürlich selbst überlassen ist. Viele werden auch von Privatbesitzern zu sich nach Hause eingeladen, wo Du das Tier in seiner klassischen Umgebung beobachten kannst und das Verhalten besser deuten lernst. Hier kannst Du genau sehen, was der Auslöser des Problems ist: Der Hund pinkelt in die Wohnung? Der Hund klaut vom Tisch? Du kannst also unterschiedlicher Orte Deine Aufgabe erledigen und musst nicht ständig ortsgebunden sein. Vielleicht hast Du ja auch mal einen Auslandseinsatz? Denn deutsche Pünktlichkeit und Arbeit zahlt sich bekanntlich überall aus.

Traumberuf Hundetrainer
Du kannst vor Ort mit den Menschen und Hunden arbeiten – oder aber auch auf dem eigenen Hundeplatz. Zum Beispiel an dem Thema Leinenführigkeit.
Bildnachweis: Depositphotos.com Man playing with his dog on sunny summer day @ melis82

Was Deine Aufgaben sein werden

Deine Aufgaben sind natürlich als Hundetrainer ebenso flexible wie Deine Hunde, die Du trainieren musst. Es geht in erster Linie immer darum, dass Du Hunde erziehen sollst und das gemeinsam nach den Wunsch-Kommandos Deiner Kunden. Darüber hinaus stärkst Du das Vertrauen zwischen Hunden untereinander, weil auch Gruppen-Stunden keine Seltenheit sein werden. Vielleicht hast Du aber auch mal Hunde, die sehr verstört und verängstigt sind? Dann ist oftmals Kleinstarbeit vom Vertrauen aufbauen bis zum Vertrauen zum Besitzer über die Erziehung gefragt. Dein Berufsfeld könnte aus diesem Anlass nicht unterschiedlicher sein, aber das hast Du bestimmt irgendwo auch erahnt. Um es mal in Stichpunkten festzuhalten, liegen Deine Aufgaben nicht selten in folgenden Bereichen.

  • Erziehung der Hunde (Leinenführigkeit, Anti-Jagd-Training, Rückruf-Training, Giftköder-Training, Grundkommandos, etc.)
  • Fehlverhalten der Besitzer aufzeigen
  • Vertrauen zwischen Hunden und Hunden schaffen
  • Menschliches Vertrauen und umgekehrt zum Tier/Mensch schaffen
  • Erkennen, ob ein Hund wirklich friedlich ist
  • Wesenstestvorbereitungen
  • Verhaltensauffälligkeiten minimieren oder behandeln
  • Vorbereitung auf die Begleithundeprüfung
  • Hunde für den Hundesport wie ZOS, Agility, Treibball, THS und vieles mehr vorbereiten
  • Hausbesuche
  • Artgerechte Beschäftigungen aufzeigen und trainieren wie zum Beispiel das Dummytraining
  • Welpenstunden
  • Rechnungen ausstellen
  • Gruppenstunden

All das und auch das unliebsame Rechnungen ausstellen, Planungen vornehmen oder mit Behördenreden kann zu Deinen täglichen Aufgaben gehören. Doch das hast Du dir gründlich überlegt und Du möchtest einfach nur Gutes tun? Versteht sich, denn als Hundetrainer kannst Du häufig auch der Weg zum Vertrauen des Vierbeiners sein. Der Grund, wieso der geplanten Einschläferung endlich Steine in den Weg gelegen wurden, weil man vermutet hat, der Hund bleibt aggressiv und Du kannst der Grund sein, wieso weniger Tiere im Tierheim sind. Das ist doch eine tolle Aussicht meinst Du nicht auch?

Hundetrainer im Angestelltenverfahren oder auf Selbstständigkeitsbasis?

Die Frage aller Fragen ist wohl, ob Du selbstständig als Hundetrainer bist oder angestellt? Hier gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Doch in der Regel arbeiten die meisten Hundetrainer freiberuflich auf Selbstständigkeitsbasis, weil sie so natürlich ihr eigener Chef sind. Das bedeutet aber nicht, dass Du mit Hundeschulen, Tierheimen oder Tierärzten sowie im Hundesport nicht auch trotzdem angestellt sein kannst, mehr Verdienst schadet eben nie.

Das Gehalt eines Hundetrainers ist wahrlich nicht schlecht

Bei einem Vorstellungsgespräch ist mag die Frage nach dem Gehalt unhöflich sein, aber sie ist nur fair. Das gilt auch für die Ausbildung zum Hundetrainer, welche Du im Regelfall selbst bezahlen musst. Diese kostet zwar zwischen 2000 bis 5000 Euro, aber schon nach den ersten Monaten Arbeit hast Du diese auch wieder raus. Denn der durchschnittliche Verdienst liegt bei 2000 bis 4000 Euro pro Monat. Es gibt auch einige Hundetrainer, die durchaus mehr verdienen. Vielleicht hilft es Dir mit auf dem Weg zu geben, dass gerade auch soziale Medien Deinen Verdienst steigern können?

Binde soziale Medien mit in Deinem Verdienst ein

Dies ist ein Tipp von uns. Soziale Medien sind eine wahre Goldgrube und das wird sich so schnell nicht ändern. Nicht jeder benötigt eine komplette Hundeschule oder einen Hundetrainer. Zumal sich viele einen nicht leisten können oder aus zeittechnischen Gründen dies nicht unter einem Hut kriegen. Nutze YouTube für Videos, die andere interessieren dürfen. Am besten in Englisch. Ein paar Klicks und Du kannst auch hier noch Geld verdienen. Und keine Sorge, daran verlierst Du keine Kunden. Denn wer sich den Hundetrainer in Deiner Person nicht leisten kann, der kommt so oder so nicht.

Tipp: Du kannst auch zusätzlich noch AniFit Berater werden und so Dein Einkommen deutlich steigern. Wenn Du als Hundetrainer auch noch in Futterfragen helfen kannst, zeugt das von ausgesprochener Kompetenz!

Hier erfährst Du, ob Du für den Beruf geeignet bist

Eines solltest Du wissen, nicht jeder ist für die Ausbildung zum Hundetrainer geeignet. Das ist nun einmal wie in allen Berufen sehr ähnliche. Wenn Du also keine Menschen magst und schon gar keine Hunde? Du schnell die Geduld verlierst und einfach Dir nicht vorstellen kannst, anderen zu helfen – dann musst Du dir wohl oder übel eine andere Berufung aussuchen. Bist Du aber folgendes oder findest Dich in folgenden Punkten teils oder ganz wieder, dann hau rein und werde Hundetrainer. Im Übrigen kannst Du auch Hundetrainer werden, wenn Du nie einen Hund hattest. Gleichwohl dies wünschenswert ist.

  • Du bist geduldig
  • Du magst Hunde
  • Vielleicht hattest Du schon eigene Vierbeiner?
  • Du kannst gut mit Mensch und Tier?
  • Dein ruhiges Wesen fährt ungern bis gar nicht aus der Haut, auch wenn Du Dinge 100 fach wiederholen musst?
  • Du möchtest einen tierischen Beitrag leisten?
  • Du möchtest Vierbeiner vor der Euthanasie und dem Tierheim befreien, wenn sie zu aggressiv sind?

All das kann schon einmal ein gutes Omen dafür sein, dass die Ausbildung zum Hundetrainer genau das ist, was Du tun solltest. Deswegen probiere es doch mal aus und schaue, ob Du der perfekte Hundetrainer wärst.

Die Dauer der Ausbildung variiert

Es gibt mittlerweile zahlreiche Online-Kurse, welche im Schnitt 18 Monate dauern. Örtlich kann die Zeit natürlich auch eingespart werden. Es liegt auch ein wenig an Deiner Bereitschaft, schnell zu lernen, die Auffassungsgabe positiv in die Tat umzusetzen und wir empfehlen im Übrigen immer, dass Du örtlich trainierst und lernst. Damit hast Du direkte Ansprechpartner und Hundeschulen helfen da gerne aus. Praxisnah ist wichtiger, als online ein stupides Lernsystem abzuarbeiten. Das wird auch eigentlich nicht allzu gern gesehen.

Hundetrainer
Als Hundetrainer bist Du auch verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Es erwartet Dich ein spannendes Aufgabengebiet.
Bildnachweis: Depositphotos.com Woman exercising with dog @ alho007

Wer einen Hundetrainer wie Dich engagiert

Was machen Hundebesitzer, wenn der Vierbeiner einfach nicht erzogen werden möchte? Möglicherweise ist zu Beginn etwas zwischen der menschlichen und tierischen Beziehung schief gegangen, wo der Hund sich als der Alpha-Mitbewohner sieht? Das musst Du natürlich erkennen und folgende Beweggründe sind für Tierbesitzer ein Grund, sich an Dich zu wenden.

  • Der Hund scheint schwer erziehbar zu sein
  • Einfach, um die Erziehung professionell zu gestalten
  • Weil der Vierbeiner aus dem Ausland mit Traumata zu den Besitzern kam
  • Weil der Hund ein aggressives Verhalten oder extreme Übersprungshandlungen zeigt
  • Einfach so, um vom Profi zu lernen und sicherstellen zu können, dass der Hund erzogen ist
  • Weil ein Wesenstest beim Hund ansteht
  • um Vertrauen zwischen Hunden und den Besitzern aufzubauen
  • in einer sicheren Umgebung auch Vertrauen zu anderen Hunden aufzubauen
  • damit er bei Dir an Social Walks teilnehmen kann
  • er möchte von Dir verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten erlernen, wie das Longieren von Hunden

Deine Aufgabengebiete sind also sehr flexible und unterschiedlich. Hunde mit Traumata, Hunde mit bösartigen ehemaligen Erfahrungen durch ihre Besitzer und mehr sind ebenso keine Seltenheit. Sie brauchen Deine professionelle Hand, um Vertrauen zu Menschen aufzubauen und wieder den Alltag erzogen genießen zu können. Du bist manchmal sogar ihre letzte Chance.

Jetzt kannst Du dich zum Hundetrainer ausbilden lassen

Du hast nun so viele Informationen vom Gehalt, Deinen Aufgaben und der Ausbildung an sich erfahren. Jetzt hast Du doch sicherlich auch einen Eindruck davon, was Dich erwarten kann, was Du bereit bist zu geben und wo Du Feuer und Flamme bist, direkt zu beginnen. Wenn Du jetzt gerne die Ausbildung zum Hundetrainer beginnen möchtest, wünschen wir Dir viel Glück dabei und natürlich packst Du das – davon sind wir überzeugt.

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