Papillon

Papillon
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Der Papillon ist ein kleiner prachtvoller kontinentaler Zwergspaniel (stehoriger Typ) mit harmonischem Körperbau. Sein Fang ist mäßig lang und somit kürzer als sein Kopf. Sein Körperbau ist geringfügig länger als seine Höhe. Der Papillon besitzt eine stolze Haltung und ist dabei ebenso robust wie anmutig und lebhaft. Er zeigt insgesamt einen eleganten und freien Gang.

Papillons sind familienfreundlich und aktiv

Zwergspaniel wie der Papillon sind lebhafte familienbezogene Zwerghunde, die stets zum Toben, Spielen wie auch Schmusen bereit sind. Dennoch besitzen sie ein feines Gespür für die Bedürfnisse ihrer Besitzer. Bemerkt der Papillon in seinem Familienverband Unstimmigkeiten, leidet auch seine Seele. Erst wenn in seinem nahen Umfeld wieder Harmonie herrscht ist auch für den Papillon die Welt wieder in Ordnung.

Der Papillon liebt ausgiebige Spaziergänge, wobei die Jahreszeit keine Rolle spielt. Da er als Zwergspaniel noch über Reste seines Spaniel-Instinktes verfügt, stöbert er so manches auf und verfolgt die Spuren.

Bällchen oder Stöckchen fangen und anschließend apportieren sind beliebte Abwechslungen im Verlauf eines Spaziergangs. Auch wenn der Papillon mit kurzem Gassigehen ‚ums Viereck‘ normalerweise auskommt, sollten seine Besitzer viel Wert auf regelmäßige wie auch längere Ausflüge legen.

Hierbei sollte sich der Zwergspaniel ohne Leine austoben können. Der Papillon zeigt sich beim Zusammentreffen mit weiteren Hunden zwar verträglich, jedoch keineswegs zimperlich. Wird er vernünftig gehalten, entstehen schnell Freundschaften mit anderen Hunden.

Papillo - Zwergspaniel

Geschichte des stehorigen Zwergspaniels Papillon

Der Ursprung des Papillon liegt wahrscheinlich in Europa. Es kann allerdings nicht völlig ausgeschlossen werden, dass die Ahnen des Zwergspaniels, wie bei diversen anderen Zwerghunden auch, dem ostasiatischen Raum entstammen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass durch die Reisen von Marco Polo im auslaufenden 13. Jahrhundert asiatische Zwerghunde nach Europa gelangten. Hier könnte die Basis der Entwicklung des stehorigen Papillons liegen.

Tatsache ist jedoch, dass die Existenz kleiner Luxushunde, die im Typ dem heutigen Papillon entsprechen, erstmals zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert auf italienischen Ölbildern und Fresken entdeckt wurde. Hier sind die kleinen Hunde meistens mit adligen Personen oder Kindern abgebildet.

Vermutlich entstand aus dem damaligen Jagdhund Spaniel im Lauf der Zeit eine Minivariante, die hochherrschaftlichen Damen und deren Nachwuchs zum Zeitvertreib wie auch als Spielgefährte überlassen wurde. Die heutigen Papillons verfügen eindeutig noch über einen gewissen Jagdtrieb.

Haarkleid und Farben des kontinentalen Zwergspaniels Papillon

Der Papillon besitzt reichlich etwas kräftiges gewelltes Haar (nicht gelockt), das einen seidigen Schimmer zeigt. Die feinen welligen Haare wachsen dabei flach heraus. Das Haarkleid des Zwergspaniels ähnelt etwas dem englische Spaniel, grenzt sich jedoch eindeutig vom Fell des Pekinesen ab.

Die Haare des Papillon sind am Fang, dem Gesicht sowie unter den Sprunggelenken und an der Front der Läufe kurz; am weiteren Körper allerdings mittellang.

Das Haar bildet am Hals aufgrund seiner Länge einen ‚Kragen‘ sowie über der Brust eine weich fließende Krause. Die Ohren wie auch die rückwärtigen Seiten der Vorderläufe besitzen fedrige Haare während sich an den Rückseiten der Oberschenkel aus geschmeidigen Haarsträhnen eine ausgeprägte ‚Hose‘ entfaltet.

Die Zwischenräume der Zehen dürfen mit dünnen Haarbüschel gefüllt sein, die eventuell geringfügig herausragen. Allerdings sollten die Pfoten dadurch eher feiner sowie länger erscheinen und nicht unförmig wirken. Papillons in gutem körperlichem Zustand verfügen am Widerrist über 7,5 Zentimeter und 15 Zentimeter Haarlänge an der mittellangen Rute.

Auf der weißen Grundfarbe sind in der Zucht des Papillon alle anderen Farben zugelassen. Dagegen muss im Bereich der Gliedmaßen sowie am Rumpf Weiß im Verhältnis zu den anderen Farben im Vordergrund stehen. Am Kopf des Zwergspaniel ist eine weiße Blesse, die unterschiedlich breit sein darf, gern gesehen.

Besitzt der Kopf an seiner Unterseite eine weiße Zeichnung ist dies zulässig; ein überwiegend weißer Kopf ist jedoch fehlerhaft. Die Augenlider, die Lefzen sowie der Nasenschwamm müssen zudem unbedingt pigmentiert sein.