Das Thema Hundefutter bewegt die Gemüter der Hundebesitzer so stark wie kaum ein anderes. Unter den unzähligen verschiedenen Sorten, die es inzwischen auf dem Markt zu kaufen gibt, eines zu finden, dass gleichwohl gesund wie auch artgerecht ist, gleicht einer Wissenschaft. Und dann soll es dem Vierbeiner natürlich auch noch schmecken – das beste Futter nutzt schließlich nichts, wenn es nicht gefressen wird. Viele Hundehalter begeben sich auf die Suche nach einem Hundefutter ohne Getreide und lassen dabei andere wichtige Faktoren außer acht.

Von mir empfohlenes Nassfutter und Trockenfutter ohne Getreide

Für diejenigen die nicht lange lesen wollen habe ich hier meine persönlichen Empfehlungen aufgelistet.

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Das ideale Hundefutter zu finden ist schwer und die Komplexität dahinter groß. Ist Trockenfutter oder Nassfutter die gesündere Variante? Es sollte möglichst bekömmlich sein, keine Zusatzstoffe enthalten, eine naturnahe Formulierung besitzen sowie über einen möglichst hohen Fleischanteil verfügen. Und dann ist da noch die Sache mit dem Getreide und dem Weizen. Ich möchte hier über artgerechtes Hundefutter ohne Getreide aufklären.

Wer schreibt hier?

Dennis mit der Deutschen Dogge Jette

Hallo, meine Name ist Dennis und ich bin zertifizierter Ernährungsberater für Hunde und Katzen. Hunde sind meine Leidenschaft. Jette (unsere Deutsche Dogge) und ich testen verschiedene Produkte für Hunde. Ich schreibe hier und aus anderen Seiten über unsere persönlichen Erfahrungen.

Solltest Du Fragen haben, schreib mir einfach eine kurze Mail an dennis@hundefutter-ohne-getreide.eu

 

 

Die Domestizierung des Hundes

Wenn der Hund doch vom Wolf abstammt, wie kam der Mensch dann überhaupt darauf, Getreide ins Hundefutter zu mischen? Dem zugrunde liegt die Domestizierung des Hundes zum Haushund. Natürlich hat auch der Wolf in seiner ursprünglichen Form nicht zu 100% nur Fleisch gefressen.

Wolf in freier Natur und Schäferhund auf dem Sofa

Seine erlegten Beutetiere wurden im Ganzen verspeist, folglich wurde also auch der Magen- und Darminhalt mit gefressen. Dieser bestand bei Beutetieren, die sich pflanzlich ernährten, aus pflanzlichen Elementen. Das konnten neben Beeren und Gräsern durchaus auch Weizen und andere Sorten Getreide sein.

Jene pflanzlichen Komponenten besaßen aber nicht mehr ihre ursprüngliche Form, sondern waren bereits vorverdaut und damit in ihre einzelnen Bausteine zerlegt. Die bereits aufgespaltene Stärke ist für den Wolf und damit auch für den jetzigen Haushund um einiges leichter verdaulich als Pflanzen, Weizen und Getreide in vollständiger Form.

Neuere wissenschaftliche Studien (Arendt et Al. 2016) zeigen außerdem, dass Hunde, welche aus jenen Regionen stammen, in denen größtenteils prähistorische Landwirtschaft betrieben worden ist, deutlich besseres Erbgut und eine höhere Anzahl an jenen Genen aufweisen, die für die Verwertung von pflanzlicher Stärke verantwortlich sind, theoretisch also Weizen aufschlüsseln könnten.

Im Umkehrschluss bedeutet das jetzt natürlich nicht, dass Hunde sich von nun an von Stärke, Weizen und anderem Getreide ernähren sollten. Nur liegt die Vermutung nahe, dass ein prozentual geringer Anteil vom natürlichen Futter durchaus aus pflanzlichem Eiweiß bestehen und durch den Hund verwertet werden kann.

Proteine in der Ernährung des Hundes

Je nach Herkunft unterscheidet man Nahrungsproteine in tierische und pflanzliche Proteine. Jede Art ist aus vielen unterschiedlichen Aminosäuren aufgebaut. Das Hauptaugenmerk liegt aber vor allem auf den essentiellen Aminosäuren, da sie der Organismus des Hundes nicht eigenständig zu bilden vermag.

Rohes Fleisch und Müsli

Eiweiße und deren Aminosäuren sind daher ausgesprochen wichtig für den Hund. Sie gelten als Hauptstrukturkomponenten sämtlicher Organe.

Außerdem fungieren Proteine gleichsam als Hormone, Antikörper und Enzyme. Entgegen der oft angenommenen Meinung, dass Eiweiß hauptsächlich zur Energiegewinnung des Körpers benötigt wird, ist es vielmehr für die Erhaltung der Körpersubstanz verantwortlich – zum Aufbau von Körperflüssigkeiten und Gewebe wie beispielsweise der Krallen, der Haut und dem Fell.

Bekommt der Organismus des Hundes Proteine nicht in ausreichender Form, zieht der Körper das Eiweiß aus dem Aufbau ab – ein Mangel entsteht.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität der Proteine zu achten.

Auf die Verdaulichkeit kommt es an

Tierische Proteine in Form von frischem Muskelfleisch bieten einen Anteil von 98% verwertbarem Protein. Im Gegensatz dazu beträgt beispielsweise der Anteil an verwertbarem Protein in Knochen nur etwa 33%.

Es gilt also, je hochwertiger das Protein, desto weniger muss der Hund davon aufnehmen.

Ein Hund der einen Haufen macht

Doch wie sieht das nun bei pflanzlichem Eiweiß und insbesondere bei Getreide und Weizen aus?

Pflanzliches Eiweiß ist nicht gleich schlechtes Eiweiß. Hier gibt es große Unterschiede, was die Bioverfügbarkeit der Proteine und damit der Aminosäuren angeht. Denn auch diverse Obst-, Gemüse- und Getreidesorten wie Weizen enthalten all die wichtigen Aminosäuren, die für die gesunde Ernährung essentiell sind.

Nur sind sie für den Hund nicht direkt verwertbar. Aus diesem Grund müssen pflanzliche Komponenten im Hundefutter stets in bereits zerkleinerter Form hinzugefügt werden – so wird dem Darm die Aufnahme erleichtert.

Proteinmangel und Proteinüberschuss

Auch ein Zuviel beziehungsweise ein Zuwenig an Proteinen kann sich negativ auf den Körper auswirken.

Proteinmangel

Proteinmangel tritt beispielsweise häufig während der Trächtigkeit beziehungsweise der Laktation der Hündin auf. Daher ist es in dieser Zeit besonders wichtig, hochwertiges Protein in ausreichender Menge zu füttern, um Spätfolgen der Welpen zu vermeiden. Ein hoher Fleischanteil an Muskelfleisch wirkt sich hier positiv aus.

Selbst bei einer ausreichenden Zufuhr von Eiweiß durch einen erhöhten Fleischanteil kann es unter Umständen zu einem Mangel kommen. Nämlich dann, wenn andere Nahrungsbestandteile in zu geringer Menge zugeführt werden. Das gilt vor allem für Fette und Kohlenhydrate. Denn dann zieht der Körper das benötigte Eiweiß zur Gewinnung von Energie heran und der Aufbau der Körpersubstanz leidet.

Zusätzlich entstehen beim Abbau des körpereigenen Eiweißes bestimmte Nebenprodukte, die den Organismus des Hundes zusätzlich belasten können.

Ein Eiweißmangel äußert sich vor allem in schlechtem Fell, wiederkehrenden Infektionskrankheiten, Hautinfektionen, Durchfall sowie Parasitenbefall.

Das Allgemeinbefinden des Hundes leidet und der Hund wirkt träge. Bei Junghunden ist außerdem ein unzureichendes Wachstum zu beobachten.

Proteinüberschuss

Nimmt der Hund hingegen zu viel Eiweiß auf, wird dieses vom Organismus in Fett umgewandelt und schließlich in Depots gespeichert. Der gebildete Stickstoff der nicht benötigten Aminosäuren wird in der Leber zu Ammoniak umgewandelt, der wiederum in Harnstoff umgebaut und von der Niere ausgeschieden werden muss.

Hierdurch werden die Nieren deutlich verstärkt mit toxischen Abbauprodukten belastet, was über lange Zeit zu Nierenschäden führen kann. Deshalb ist es bei Hunden mit Nierenleiden ausgesprochen wichtig, proteinarmes Hundefutter zu füttern.

Hochwertige Proteine sind für Nierenkranke Hunde deutlich besser geeignet, da hochwertiges Eiweiß den Stoffwechsel des Hundes nicht so sehr belastet.

Ist das beste Futter getreidefrei?

Nein, denn auch hier kommt es ausschließlich auf die richtige Zusammensetzung des Futters an. Ein Futter, das zwar getreidefrei ist und auf Weizen verzichtet, aber andere Komponenten wie beispielsweise die Vitaminzufuhr außer Acht lässt, ist dennoch kein gutes und ausgewogenes Hundefutter. Das gilt für Nassfutter und Trockenfutter gleichermaßen

Außerdem sollte man wissen, dass als getreidefrei gekennzeichnet ist nur auf den ersten Blick getreidefrei wirkt. Zwar ist kein Weizen enthalten, dennoch finden sich meist auch dort Zutaten wie beispielsweise Hirse oder Reis. Auch diese Zutaten zählen streng genommen zum Getreide, werden vom Hund aber deutlich besser vertragen.

Doch worin liegt der Unterschied in den verschiedenen Arten von Getreide, haben sie doch alle eines gemeinsam – ihre starke Kohlenhydrathaltigkeit.

Checkliste für artgerechtes Hundefutter

Checkliste für artgerechtes Hundefutter und seine Inhaltsstoffe

Unterschiedliche Arten Getreide mit unterschiedlichen Nährstoffanteilen

Bezüglich ihrer Verträglichkeit kann man jene Arten Getreide, welche häufig für Futter verwendet werden, in zwei unterschiedliche Kategorien einteilen. Zum einen gibt es Getreide, welches Gluten beinhaltet und damit häufiger Allergieauslöser bei Hunden ist und zum anderen gibt es glutenfreies Getreide, welches für den Hund leichter verträglich ist und ihm sogar eine Menge an Nährstoffen bietet.

Was ist Gluten und warum kann es Allergien auslösen

Liste Glutenhaltiger Getreidesorten

Gluten ist ein Klebereiweiß und eigentlich eher ein Sammelbegriff für ein Stoffgemisch aus diversen pflanzlichen Proteinen.
Es kommt in den Samen von einigen Sorten Getreide vor, aber eben nicht in allen. Besonders viel Gluten ist beispielsweise in Weizen enthalten, aus diesem Grund sollte man bei einer Glutenunverträglichkeit vor allem von Hundefutter mit Weizen Abstand nehmen.

Gluten bleibt auch beim Koch- und Trocknungsprozess erhalten, sodass es sowohl in Trockenfutter als auch in Nassfutter enthalten sein kann.

Weitere Getreidesorten, die viel Gluten enthalten, sind:

  • Dinkel
  • Roggen
  • Hafer
  • Gerste

Wobei die letzteren drei Sorten nur einen geringen Anteil an Gluten aufweisen.

Hingegen sind Getreidearten wie Reis, Mais und Hirse vollkommen frei von Gluten. Außerdem gibt es noch sogenanntes Pseudogetreide, worunter Quinoa, Buchweizen und Amaranth zählen, die ebenfalls frei von Gluten und damit gut verträglich sind.

Doch warum kommt es bei einigen Arten von Getreide, wie etwa Weizen, die besonders viel Gluten enthalten, häufig zu Unverträglichkeiten und im schlimmsten Fall zu Allergien?

Ob ein Hund Gluten verträgt oder nicht, entscheiden die Gene. Bei jenen Hunden, die auf Weizen und anderes glutenhaltiges Getreide reagieren, fehlt ein bestimmtes Enzym, um das Klebereiweiß in seine Bestandteile zerlegen zu können.

Folglich kommt es im Darm zu einer Entzündungsreaktion, wodurch der Dünndarm seiner ursprünglichen Aufgabe, nämlich der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Nahrungsbrei, nicht mehr vollständig nachkommen kann – ein Nährstoffmangel entsteht.

Besonders gefährdet für eine Glutenunverträglichkeit sind Rassen wie der weiße Boxer, der weiße West Highland Terrier, der Schäferhund, der Cocker Spaniel und der irische sowie der englische Setter. Wobei die beiden letzteren Rassen besonders empfindlich reagieren.

Da die Allergie durch eine Ernährung durch Futter, das getreidefrei ist, sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden kann, sollte bei Rassen, die eine Prädisposition der Glutenallergie haben, von Anfang an darauf geachtet werden, dass ein Hundefutter verwendet wird, das getreidefrei und glutenfrei ist.

Neben einer Unverträglichkeit von Gluten kann ein Hund aber auch eine Allergie gegen Weizen und andere Arten von Getreide entwickeln. Die Symptome dafür sind mitunter gleich.

Symptome einer Unverträglichkeit oder einer Allergie auf Weizen

Wenn ein Hund sich häufig kratzt, denkt man in erster Linie an Flöhe oder andere Parasiten, die es sich im Fell des Vierbeiners gemütlich gemacht haben. Doch nicht immer ist das so. Unverträglichkeiten und Allergien zeigen sich beim Hund, ähnlich wie bei Menschen, zuallererst an der Haut, was im Nährstoffmangel begründet liegt.

Aufgrund der andauernden Entzündungsreaktion im Dünndarm durch die fehlerhafte Ernährung kommt es vermehrt Zu Verdauungsproblemen. Langanhaltenden Durchfall und ständige Blähungen sind dabei keine Seltenheit. Hier ist zeitgleich zur Futterumstellung eine Darmkur zu empfehlen.

Eine Glutenunverträglichkeit des Hundes kann ausschließlich durch den Tierarzt diagnostiziert werden, da die Krankheit viele Symptome mit sich bringt, die auch bei anderen Erkrankungen des Organismus auftreten können.

Ein gut ausgebildeter Arzt sollte den Unterschied aber schnell erkennen und mit einer Reihe von Untersuchungen die jeweilige Art der Unverträglichkeit oder der Allergie feststellen können. Nach vollzogener Diagnostik wird in der Regel das Futter des Hundes auf glutenfreies Hundefutter oder Futter, dass getreidefrei ist, umgestellt.

So kann sich der Darm wieder regenerieren. Diese Umstellung in der Ernährung des Hundes muss ein Leben lang beibehalten werden, da es andernfalls zu erneuten Entzündungsreaktionen kommt. Natürlich kann beim Futter variiert werden. Es kommt sowohl Nassfutter als auch Trockenfutter in Frage, das getreidefrei ist.

Hypoallergenes Hundefutter

Hypoallergenes Hundefutter ist für die Ernährung jener Hunde gedacht, die unter verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten leiden oder eine Prädisposition dafür aufweisen. Sowohl als Nassfutter wie auch als Trockenfutter erhältlich, meidet hypoallergenes Hundefutter die meisten Allergene, die beim Hund zu Allergien führen könnten.

Das gilt also nicht nur für Gluten und insbesondere für Weizen und Getreide, sondern auch für andere Komponenten, die im empfindlichen Hundemagen häufig auf Gegenwehr stoßen würden.

Den Verzicht auf zugesetzte Geschmacks- und Konservierungsstoffe haben alle hypoallergenen Hundefutter gemeinsam. Auch ist Hypoallergenes Futter stets getreidefrei. Weitere Inhaltsstoffe, die gemieden werden, sind Milchprodukte sowie Soja.

Sojabohnen und Milch

 

Was die wenigsten wissen, auch tierische Proteine wie die vom Schwein, vom Rind oder vom Huhn können Unverträglichkeiten beim Hund hervorrufen.

Daher werden jene Proteine bei hypoallergenem Hundefutter durch leicht verdauliche Alternativen ersetzt. Diese Form der Ernährung ist dennoch ausgewogen und bietet dem sensiblen Hund eine gesunde Alternative – natürlich getreidefrei.

Gibt es alternative Getreidesorten?

Wie bereits erwähnt, ist Gluten nicht in jedem Getreide enthalten. Demnach kann man bei einer Glutenunverträglichkeit durchaus Getreidearten wie Reis oder Hirse in geringen Mengen dem Futter hinzufügen, denn auch sie enthalten einen wichtigen Bestandteil, der in der Ernährung des Hundes nicht gänzlich fehlen darf – Kohlenhydrate.

Liste glutenfreier Getreidesorten

Kohlenhydrate als wichtiger Energielieferant

Kohlenhydrate sollten beim Hundefutter zwar nicht den Großteil der Inhaltsstoffe darstellen, doch sind sie für den Hund von äußerster Wichtigkeit.

Was sind Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind Stoffe, die zumeist pflanzlichen Ursprungs sind. Neben Fructose und Glucose zählen auch Stärke und Cellulose zu den Kohlenhydraten.
Als ausgezeichneter Energielieferant in der Ernährung des Hundes, tragen Kohlenhydrate außerdem zur Gesundheit des Darmes bei.

Reich an Ballaststoffen führen Sie dazu, dass der Nahrungsbrei den Darm langsamer passiert und dadurch mehr Nährstoffe aufgenommen werden können. Mikrobielle Fehlbesiedlung und eine erhöhte Keimzahl werden durch eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten im Futter vermieden.

Auf die Zubereitung kommt es an

Einfache Kohlenhydrate wie beispielsweise Fruchtzucker oder Traubenzucker können vom Hund zwar ungehindert aufgenommen und als sofortiger Energielieferant verwendet werden, sind aber meist überflüssig.

Wichtiger sind hingegen die komplexen Kohlenhydrate – sogenannte Mehrfachzucker. Damit diese Kohlenhydrate vom Hund auch verdaut und verwertet werden können, bedarf es aber einiger Vorbereitung.

Idealerweise sind die Kohlenhydrate bereits stark zerkleinert und vorgegart. Hunde zerkauen ihre Nahrung in der Regel nicht, sondern Schlingen sie im Ganzen hinunter, was im fehlen der Mahlzähne begründet liegt. Ihr Gebiss ist einfach nicht darauf ausgerichtet.

Wieviele Kohlenhydrate sollten im Hundefutter enthalten sein

In freier Wildbahn würde ein Hund, der sich ausschließlich durch das Erlegen eines Beutetiers ernährt, einen Kohlenhydratanteil von 1 bis allerhöchstens 4 % zu sich nehmen. In der Tierfuttermittel-Industrie ist bei den gängigen Sorten Nassfutter ein Kohlenhydratanteil von 0 % bis 30% vorgesehen und bei Trockenfutter ein Kohlenhydratanteil von 30 % bis 60%.

Hundefutter ohne Getreide, verzichtet hingegen auf einen solch hohen Anteil an Kohlenhydraten, da sie vom Hund in so großer Menge nicht verwertet werden können. Einige Sorten Trockenfutter weisen inzwischen bereits einen prozentualen Anteil von über 70% Kohlenhydraten auf – allesamt aus Getreide stammend.

Stellt man so etwas bei einem Hundefutter fest, sollte es unbedingt gemieden werden, da es sich hier schlichtweg um die Verwendung billigster Füllstoffe handelt.

Die Gründe, warum die Futtermittelindustrie vor allem auf Kohlenhydrate, insbesondere auf Getreide und Weizen setzt, sind mannigfaltig:

  1. Weizen und anderes Getreide ist im Gegensatz zu tierischen Proteinen und Fetten eine äußerst preiswerte Energiequelle. An der Deklaration auf dem jeweiligen Hundefutter lässt sich daher leicht erkennen, ob es sich um ein hochwertiges Futter handelt oder ein günstig industriell hergestelltes. Hochwertiges Hundefutter ist weitestgehend getreidefrei und verzichtet auf Kohlenhydrate in zu hoher Menge. Es weist hingegen einen besonders hohen Fleischanteil auf.
  2. Stärke, insbesondere Gluten, ist ein beliebter Kleber in der Lebensmittelindustrie. Die kleinen Trockenfutter Kroketten bleiben durch einen erhöhten Anteil an Stärke besser in ihrer gepressten Form. Daher ist Trockenfutter, das getreidefrei ist, um einiges teurer als das normale Trockenfutter vom Discounter.
  3. Trockenfutter weist häufiger einem hohen Getreideanteil auf als Nassfutter.
  4. Getreide und insbesondere Weizen ist ein nachhaltiger Rohstoff in unseren Breitengraden. Da Weizen auch bei uns Menschen zu den Grundnahrungsmitteln zählt, fällt bei der Verarbeitung von Weizen auch eine große Menge für die Tierfuttermittelindustrie ab.

Zusammensetzung von gutem Hundefutter

Artgerechtes Hundefutter Bestandteile Diagramm

Bei vielen Herstellern fällt in der Deklaration des Hundefutter auf, dass zwar Fleisch und tierische Proteine an erster Stelle der Inhaltsstoffangaben stehen, zusammengerechnet dennoch der Anteil an Getreide und pflanzlichen Nebenstoffen den größten Anteil im Hundefutter ausmacht.

Daher ist es wichtig, auf sämtliche Bestandteile des Hundefutters zu achten und nicht nur auf die erstgenannten in der Deklaration.

Man unterscheidet bei den Inhaltsstoffangaben zwischen der offenen und der geschlossenen Deklaration. Die offene Deklaration führt sämtliche Inhaltsstoffe des Futters als einzelne Komponenten auf. Mais, Gerste und Weizen werden hierbei also einzeln aufgelistet.

Bei der geschlossenen Deklaration hingegen werden sämtliche Zutaten ähnlichen Aufbaus zu einer übergeordneten Kategorie zusammengefasst. Mais, Gerste und Weizen würden in diesem Beispiel unter den übergeordneten Begriff Getreide zusammengefasst werden und rücken damit in der Deklaration weiter nach vorn.

Zusätzlich ist häufig „Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse“ als Formulierung anzutreffen. Diese Begrifflichkeit ist noch viel weiter gefasst und enthält unzählige Nebenprodukte, die bei der Aufarbeitung von Getreide anfallen.

Hauptbestandteil Fleisch

Rohes Rindfleisch

Der Hauptbestandteil im Hundefutter sollte natürlich Fleisch sein. Hochwertiges Hundefutter hat einen Fleischanteil von mindestens 70%. Als Fleischquelle sollte dafür Muskelfleisch sowie Innereien dienen, da andere Teile des Tieres prozentual mehr Fett enthalten.

Zwar ist auch Fett beziehungsweise Öl ein wichtiger Nährstoff im Futter, dennoch sollte dieses aus anderen, gesünderen Quellen bezogen werden.

Kann man ausschließlich Fleisch zur Ernährung des Hundes nutzen?

Auch wenn ein Hundefutter einen hohen Fleischanteil aufweisen sollte, ist es nicht ratsam, Fleisch als alleinige Komponente zu füttern. Ein Fleischanteil von bis zu 95% gilt als gesund und artgerecht. Ist der Fleischanteil höher bemessen, fehlen andere Elemente zur artgerechten und ausgewogenen Ernährung.

Ein Fleischanteil unter 60% sollte hingegen auch nicht angestrebt werden, da sonst zu wenig tierische Proteine im Futter zur Verfügung stehen.

Fette und Öle

Finden sich in der Deklaration des Hundefutter hinzugefügte Fette und Öle, so handelt es sich meist um ungesättigte Fettsäuren, die zur Gesunderhaltung des Hundes beitragen.

Vor allem säugende und trächtige Hündinnen sowie ausgebildete Sporthunde benötigen ein tägliches Extra an ungesättigten Fettsäuren für eine ausgewogene Ernährung.
Ein täglicher Bedarf von ungefähr 180 mg pro kg Körpergewicht des Hundes an Linolsäure sollte im Futter zur Verfügung stehen.

In Frage kommen hier vor allem hochwertige Pflanzenöle sowie Fischöl, das die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren sicherstellt.

Obst und Gemüse

Karotten und Spinat

Karotten, Spinat und Co. liefern dem Hund eine Menge an Vitaminen und Ballaststoffen. Daher darf Obst und Gemüse bei der gesunden Ernährung des Hundes nicht fehlen.

Die sekundären Nährstoffe verhelfen dem Immunsystem des Hundes zu neuer Stärke und die unverdauliche Cellulose regt den Verdauungstrakt an.

Im täglichen Futter sollte es aber nur einen geringen Gesamtanteil ausmachen, da große Portionen vom Hund kaum verwertet werden können und unverdaut wieder ausgeschieden werden. Wichtiger hingegen ist ein hoher Fleischanteil.

Nebenerzeugnisse

Als Nebenerzeugnisse werden jene Teile vom Schlachttier bezeichnet, die nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen bzw. geeignet sind. Darunter zählen zum einen die Wolle, Hufe und Hörner sowie das Blut, die Haut und sämtliche Knochen.

In billigem Hundefutter wird durch das Zuzählen der tierischen Nebenerzeugnisse zum Fleischanteil der gesamte Fleischanteil künstlich erhöht. Hier hat man dann ein Futter, welches auf den ersten Blick mit einem äußerst hohen Fleischanteil überzeugen will.

Schaut man sich die Zusammensetzung aber genauer an, wird klar, dass der Fleischanteil an hochwertigem Muskelfleisch äußerst gering ist – denn tierische Nebenerzeugnisse sind durch den Organismus des Hundes kaum verwertbar.

Herkömmliches Hundefutter Bestandteile Diagramm

Wird bei der Deklaration auf die eindeutige Aufschlüsselung aller tierischer Nebenerzeugnisse verzichtet, handelt es sich hierbei meist um sogenanntes Tiermehl, das ein Trockenprodukt aus der Tierkörperverwertung ist, indem Substanzen jeglicher Art verarbeitet worden sind und welche als minderwertig eingestuft werden. Auch sie erhöhen den Fleischanteil im Futter, liefern aber keine verwertbaren Proteine.
Pflanzliche Nebenprodukte zählen ebenso zu den sogenannten Nebenerzeugnissen. Dazu gehören beispielsweise die Melasse, Erdnussschalen sowie Rübenschnitzel. Besonders große und industrielle Lebensmittelkonzerne benutzen eigene Nebenerzeugnisse, welche bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen und letztlich gewinnbringend in der Tierfutterproduktion verwertet werden können. Vor allem günstigste Discounterware fällt hier negativ auf.

Wasser

Wasser hat einen hohen Stellenwert bei der Herstellung von Hundefutter. Trockenfutter enthält im Durchschnitt etwa 10 % Wasser.

Ab einem Anteil von 14% Feuchtigkeit muss diese bei der Deklaration vermerkt werden.

Halbfeuchtes Futter muss einen Wassergehalt von 20 bis 40% aufweisen und Nassfutter einen Wassergehalt von 70 bis 85%.

Zusatzstoffe

Zu den Zusatzstoffen zählen all jene Komponenten im Hundefutter, die durch den Hersteller selbst beigemischt werden. Da es sich hierbei um künstliche Substanzen handelt, sollte vorwiegend darauf verzichtet werden. Die Deklaration durch den Hersteller ist aber bindend.

Neben Konservierungsstoffen, Antioxidantien, Aromastoffen und Appetitanregern zählen aber auch zugesetzte Vitamine und Spurenelemente zu den Zusatzstoffen.

Auch das Hefeextrakt, was auf den ersten Blick harmlos erscheint, ist ein Zusatzstoff, der in keinem Futter etwas zu suchen hat. Es handelt sich hierbei um den Geschmacksverstärker Glutamat.

Wem die Qualität das Futters am Herzen liegt, der sollte auf eine klare Deklaration achten. Hinter nebulös formulierten Bestandteilen im Futter verstecken sich häufig
schwer verdauliche Stoffe wie Zucker und andere Elemente, die potentielle Allergene bergen und in der artgerechten Ernährung eines Hundes nichts verloren haben.

Welches Futter ist gesund?

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Hund 4 Dinge für eine artgerechte Ernährung benötigt:

  • Eiweiß
  • Fettsäuren
  • Vitamine
  • Mineralstoffe

Empfehlenswert ist es, diese Komponenten zum Großteil aus tierischen Produkten zu ziehen, was durch einen entsprechend hohen Fleischanteil gewährleistet wird.

Nassfutter und Trockenfutter jeweils in einem Napf

Nassfutter oder Trockenfutter – die Gretchenfrage

Zwar bringt jedes Futter, egal ob es sich um Nassfutter oder Trockenfutter handelt, seine Vor- und Nachteile mit sich. Dennoch liegt es nahe, dass besonders hochwertiges Nassfutter, das getreidefrei ist und einen hohen Fleischanteil aufweist, die natürlichere Variante darstellt.

Der Grund ist relativ simpel. Bei der Herstellung von Trockenfutter werden sämtliche Bestandteile zuallererst getrocknet und gemahlen, um sie letzten Endes wieder in kleine portionierte Kroketten zu pressen.

Trockenfutter hat mit einer ursprünglichen Ernährung wenig gemein – denn der Hund würde Trockenfutter in freier Wildbahn gar nicht auffinden.

Dennoch gibt es hochwertiges Trockenfutter in Bio-Qualität, getreidefrei oder als hypoallergenes Futter zu kaufen und bietet, sofern es als Alleinfuttermittel gekennzeichnet ist, dem Hund alles, was er für ein gesundes Wachstum benötigt.

Handelt es sich bei dem auserwählten Trockenfutter hingegen um ein Ergänzungsfuttermittel, so eignet es sich nicht als alleiniges Hundefutter. Es muss dann Nassfutter oder andere Komponenten hinzugefügt werden, damit der Hund mit sämtlichen Nährstoffen versorgt wird.

Wichtig ist auch das Herstellungsverfahren von Trockenfutter. Beispielsweise werden beim Extruderverfahren sämtliche Rohstoffe kurzzeitig auf 100 Grad Celsius erhitzt, was bewirkt, dass die vorhandene Stärke im Trockenfutter aufgeschlossen wird. Ist die Stärke im Trockenfutter nicht aufgeschlossen, kann sie vom Hund nicht verwertet werden.

Gleiches gilt übrigens für das Nassfutter – werden die kohlenhydrathaltigen Komponenten noch vorgegart, kann ein Teil des Nassfutter nur schlecht verwertet werden.

Im Trockenfutter sind prinzipiell weniger Konservierungsstoffe enthalten als im Nassfutter, da Trockenfutter durch den niedrigen Wassergehalt eine von Natur aus geringere Keimdichte aufweist. Nassfutter ist aufgrund des hohen Wasseranteils eher für Hunde empfehlenswert, die zu wenig trinken. Meist ist Nassfutter auch schmackhafter, da der hohe Fleischanteil im Futter in Kombination mit der Soße nicht nur die Geschmacksknospen der Hunde sondern ebenso den Geruchssinn stimuliert.

Manche Hunde bevorzugen Trockenfutter, andere Nassfutter – Geschmäcker sind eben verschieden und ob man sich als Hundehalter letzten Endes für Nassfutter oder Trockenfutter entscheidet, ist von den Bedürfnissen und Vorlieben des jeweiligen Hundes abhängig – Hauptsache, es weist einen hohen Fleischanteil auf und ist bestenfalls getreidefrei.

Gesundes Nassfutter am Beispiel von Anifit – getreidefrei und besonders natürlich

Gutschein für Anifit Hundefutter

Das Konzept von Anifit Hundefutter basiert darauf, eine möglichst naturnahe Ernährung des Vierbeiner zu gewährleisten, denn nur so bleibt der Hund ein Leben lang gesund und vital.

Kalt abgefüllt und schonend eingekocht bietet das Nassfutter von Anifit einen ausgewogenen Nährstoffmix in reinster Bio Qualität. Der ausgesprochen hohe Fleischanteil von bis zu 95% ahmt das natürliche Beutetier des Wildhundes aufs Beste nach.

Ein geringer Anteil an glutenfreiem Getreide und leicht verdaulichem Gemüse komplettiert die gesunde Mahlzeit. Bei Anifit wird großer Wert auf eine transparente Deklaration sämtlicher Inhaltsstoffe gelegt – verwendete Fleischsorten werden stets einzeln aufgelistet.

Außerdem verzichtet Anifit auf allergieauslösendes Getreide und bietet als Kohlenhydratquelle eine kleine Portion frisches Gemüse. Für eine gesunde Ernährung mittels Anifit Nassfutter spricht außerdem der Verzicht des Herstellers auf chemische Lock- und Zusatzstoffe.

Geschmacksverstärker oder Zucker sucht man hier vergebens. Auch Soja und Mais wird absichtlich gemieden, da viele Unverträglichkeiten darauf zurückzuführen sind. Eine weitere Besonderheit bei Anifit ist es, dass das hochwertige Futter weder in Online Shops rund ums Tier, oder im Zoofachhandel zu finden ist. Anifit setzt auf den Direktvertrieb seines Futters und damit auf die persönliche Betreuung seiner Kunden.

Auch wenn Anifit sicher nicht das günstigste Hundefutter auf dem Markt darstellt, ist es doch eine gesunde Alternative in Bio-Qualität, getreidefrei und mit hohem Fleischanteil, die sich perfekt an der ursprünglichen Ernährung unserer Hunde orientiert.

Abgesehen von Anifit gibt es natürlich noch weitere empfehlenswerte Anbieter von Nassfutter, das nicht nur getreidefrei, sondern ausgesprochen natürlich ist.

Futalis hat zum Beispiel einen Rationsrechner entwickelt, mit dem man für jeden Hund die passende Futtermischung finden kann. Futalis selbst setzt auf einen hohen Fleischanteil und legt großen Wert auf Naturbelassenheit und bedarfsorientierte Rezepturen. Das Futter wird von Tierärzten zusammengestellt und individuell gefertigt. Natürlich getreidefrei.

Josera ist ein bekannter Hersteller für Hundefutter, das getreidefrei, naturbelassen, gesund und ohne Tierversuche produziert wird. Im Josera Hundefutter Test wird alles nochmal etwas näher erläutert. Das Trockenfutter ist äußerst hochwertig und in unterschiedlichen Sorten erhältlich. Getreidefrei, Sensitiv, Glutenfrei und Fettreduziert – hier findet sich für jeden Freund von Trockenfutter die passende Ernährung.

Ein weiteres vollwertiges sowie naturbelassenes Hundefutter ohne Getreide, kommt aus dem Hause Wolfsblut. Wie der Name bereits erahnen lässt, setzt der Hersteller auf eine ausgewogene Form der Ernährung, die sich an der Ernährung von Wölfen orientiert. Ein hoher Fleischanteil und der Verzicht auf Weizen stehen bei Wolfsblut im Vordergrund.

Auch das Hundefutter von Platinum, Pets Deli, Belcando, Terra Canis und Earthborn bietet ein gutes Konzept um den Markt an Nassfutter und Trockenfutter, das getreidefrei ist, auf Weizen verzichtet und stattdessen einen hohen Fleischanteil aufweist, weiter zu vergrößern.

BARF

Wer kein Freund von Nassfutter in Dosen ist und Trockenfutter oder industriell hergestelltem Hundefutter im allgemeinen eher skeptisch gegenübersteht, für den ist Barfen vielleicht die beste Form der Ernährung. Auch wenn Premium Hundefutter wie Anifit eine ausgewogene, getreidefreie Art der Ernährung gewährleistet, bietet das Barfen eine noch natürlichere Variante.

Die Grundlage bildet auch hier ein großer Fleischanteil, der sich aus Muskelfleisch, Innereien und Knochen zusammensetzt. Obst sowie Gemüse wird dem rohen Futter ebenso hinzugefügt wie eine kleine Portion Öl.

Der Vorteil liegt darin, dass man weiß, was im Napf landet – keine Chemie, Geschmacksverstärker oder Abfallprodukte. Im Gegensatz zum Nassfutter produziert man beim Barfen keinen Müll, da nahezu alles verwertet werden kann. Das schont die Umwelt.

Zusätzlich können die einzelnen Portionen den jeweiligen Lebensumständen angepasst werden, den Fleischanteil kann man so perfekt variieren. Das ist in dieser Form weder bei Nassfutter noch bei Trockenfutter möglich. Wer barft, sollte auch das nach Möglichkeit ohne Getreide tun.

Leckerchen – natürlich getreidefrei

Wer bei seinem Hund eine natürliche und artgerechte Ernährung anstrebt, der sollte natürlich auch beim Thema Leckerchen keine Ausnahme machen. Vor allem Kauknochen und Leckerlies aus dem Discounter enthalten häufig ungesunde Zusatzstoffe – allen voran Zucker. Auch hier gibt es natürliche Varianten, die dem Hund nicht nur als Leckerli dienen, sondern ihm nebenbei auch noch eine Beschäftigung bieten. Hierfür eignen sich vor allem sogenannte Naturkauartikel wie Pansen, Kaninchenohren oder Schinkenknochen. Für die kleine Belohnung zwischendurch eignen sich vor allem kleingeschnittene Fleischwürfel, die man durchaus auch einfach selbst zu Hause herstellen kann.
Somit kann man einen hohen Fleischanteil und den Verzicht auf industrielle Zusatzstoffe sicherstellen.

Fazit

Die Ernährung des Hundes sollte dem jeweiligen Lebensabschnitt und den Bedürfnissen des Hundes angepasst werden. Auch eine Vorliebe für Trockenfutter oder Nassfutter kann die entsprechende Entscheidung für oder gegen ein getreidefreies Futter beeinflussen. Vor allem gilt es, schädliche Dinge bewusst zu meiden und unverdauliche Komponenten wie Weizen aus dem Ernährungsplan des Hundes zu streichen.

Vor allem bei Hunden mit Glutenunverträglichkeit sind sämtliche Arten von Getreide, die Weizenkleber enthalten dringlichst zu meiden. Sobald eine Allergie vorliegt, sollte ausgetestet werden, auf welchen Stoff genau der Hund allergisch reagiert. Andere Sorten von Getreide, auf die der Hund nicht allergisch ist, können danach durchaus weiter verfüttert werden. Bei Diabetes hingegen gilt, dass sämtliche Arten von Getreide für den Hund schädlich sind. Zu viel Getreide kann dem Hund dann unter Umständen schaden. Ein Hundefutter, welches getreidefrei ist, wird hier zur Pflicht.

Auch ältere Hunde sollten mit einer kleineren Menge an Kohlenhydraten, insbesondere an Getreide, bedacht werden, da sie einen niedrigeren Energiebedarf haben und dadurch schneller zur Fettleibigkeit neigen.
Das gleiche gilt auch für die Ernährung von Welpen. Da sie, anders als bereits ausgewachsene Hunde, eine andere Enzym Ausstattung haben, können Welpen die Stärke nicht komplett aufspalten, womit sie als schwer verdaulich gilt. Welpenfutter ist daher häufig getreidefrei oder getreidearm, dafür aber mit einem besonders hohen Fleischanteil bedacht, da Proteine dem Wachstum dienlich sind.

Weizen ist zwar nicht ausschließlich als Füllstoff im Hundefutter anzusehen, dennoch kann Weizen im Futter gemieden werden, da er nur wenig zur ausgewogenen Ernährung des Hundes beiträgt. Andere Sorten Getreide oder Kartoffeln sind vorzuziehen.

Für gesunde Hunde hingegen gilt also, dass glutenfreie Sorten Getreide in geringer Menge durchaus zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen, da sie den Hund mit wichtigen Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen versorgen.

 

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Auf meiner Seite über Orthopädische Hundebetten, gibt es noch viel mehr Informationen zur Gesunderhaltung Deines Hundes.

Hundefutter ohne Getreide
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4 Kommentare

  1. Hallo Dennis,

    erst einmal vielen Dank, dass du dir so viel Mühe mit dem Thema Hundefutter machst. Viele Hundebesitzer wissen leider immer noch nicht, dass sie ihren Freunden mit Fell keinen großen Gefallen tun, wenn sie das Thema Ernährung zu lasch behandeln. Bedauerlicherweise spreche ich da aus Erfahrung. Wir hatten vor vielen Jahren selbst eine Mischlings-Hundedame, die Gesundheitlich stets fit schien, eines Tages aber viel zu früh von uns ging. Im Nachhinein machen wir uns schon Vorwürfe, ob eine falsche Ernährung nicht auch ein Faktor dafür war. Wissen kann man das natürlich nie, nur sollte man alles tun, um so etwas auszuschließen.
    Man kennt das ja auch von Fastfood. Doch weiß da eigentlich jeder, dass es ungesund ist. Beim Futter für die eigenen Vierbeiner (oder allgemein für die Haustiere) sieht das ganze schon anders aus. Wenn ein Bekannter mich nicht zufällig über die Getreideproblematik aufgeklärt hätte, würde ich jetzt noch davon ausgehen, dass ich meinem Hund mit Chappi oder Caesar was Gutes tue. Dabei müsste mir der gesunde Menschenverstand schon klar machen, dass eine Dose Futter mit 800g bei einem Preis von 1,19 Euro irgend etwas enthalten MUSS, was als Füllmaterial dient.

    Ich kann natürlich auch verstehen, wenn sich das nicht jeder leisten kann. Man sollte aber zumindest einmal darüber nachdenken, ob man sich selbst etwas auf den Teller legen würde, von dem das Meiste dem Körper eigentlich gar nichts bringt.

    Bleibt zu hoffen, dass möglichst vielen Hundebesitzern die Augen geöffnet werden. Deine Seite ist ja schon Mal ein (guter) Anfang.

    MFG
    Günther R.

    • Hallo Günther, Hundefutter ohne Getreide ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, da hast Du vollkommen recht. Einen Hund zu halten bedeutet auch finanzielle Verantwortung, da sollte man beim Futter nicht immer das günstigste nehmen was der Hund frisst.
      VG
      Dennis

  2. Hi Dennis, wir haben uns jetzt intensiv mit dem Thema Ernährung beschäfftigt und hier auch viel gelesen. Wir möchten gerne auf Nassfutter umstellen, welches Nassfutter würdest Du empfehlen und wir sollten wir damit umstellen? Derzeit füttern wir ein Premium Trockenfutter eines Discounters…

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