Vegetarisches Hundefutter

Vegetarisches Hundefutter
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Hund vegetarisch ernähren?Viele Menschen machen sich Gedanken über die gesunde Ernährung Ihres Hundes, das ist auch gut so! Es ist aber auch erstaunlich, auf welche Ideen der Hundehalter bei der Diskussion um gesundes Hundefutter dabei kommt. Eine dieser tollen Ideen ist es seinen Hund vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren.

Die Begründungen dazu sind vielfältig. An erster Stelle der Begründungen für eine vegane oder vegetarische Hundeernährung  steht der Tierschutz. Diesen Grund führen sehr oft Menschen an die aus ethischen Gründen selber Vegetarier oder Veganer sind und meinen Ihr Hund müsste sich auch nach Ihren Prinzipien ernähren – „Kein Tier darf für die Befriedigung der Bedürfnisse eines anderen sterben!“ Die Argumentationsreihe wird erweitert durch „schreckliche Haltungbedingungen“ und „Tierquälerei“.

TierschutzgesetzDas Deutsche Tierschutzgesetz (Zweiter Abschnitt – Tierhaltung – §2) besagt: 
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, „muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen“, und unter § 3: „… muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“

Jetzt wird es interessant! Entspricht vegetarische oder vegane Kost den Bedürfnissen eines Hundes?

Nein!

Da unsere Hunde vom Wolf abstammen sind sie genau wie ihre Vorfahren Carnivore. (Carnivor = Fleischfresser) Wenn Sie ein erlegtes Tier fressen, nehmen sie auch pflanzliche Nahrung auf (durch den Mageninhalt des erlegten Tieres – zb. Kräuter und Beeren), daher werden sie auch als „omnivore Carnivore“ bezeichnet. Der Hauptbestandteil ihrer Ernährung (ca. 80-90%) besteht aber aus Fleisch.

Mit diesem Wissen alleine ist es möglich das Tierschutzgesetz hier als Argumentation gegen eine vegane oder vegetarische Ernährung von Hunden anzuführen. Alle anderen Argumente sind ethnischer Herkunft und dem Hund völlig egal. Es steht einem Menschen nicht zu seinem Hund ethnische Richtlinien gegen seine naturgemäßen Bedürfnisse aufzuzwingen.

Jeder Hundehalter hat sich mit der Anschaffung eines Hundes verpflichtet, die Verantwortung für seinen Hund zu übernehmen und ihn Art-, Tier- und Bedürfnis gerecht zu ernähren. Das heißt nun einmal: Ein Fleischfresser braucht Fleisch.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es sicher richtig ist sich gegen Massentierhaltung und die damit verbunden Qualen für die Nutztiere zu wehren.

Was können Hundehalter also tun?

Wir können genau wie bei uns selbst bewusst auf die Ernährung achten und nur qualitativ hochwertiges Futter füttern, im besten Fall viel Frischfleisch vom örtlichen Schlachter. Da ist in der Regel sichergestellt das der Tierschutz der Nutztiere eingehalten wurde. Achten Sie auf die Herkunft des Futters!

Ein bisschen Vegetarisch

Es spricht aber nichts dagegen einen vegetarischen Tag pro Woche für den Hund einzurichten. Dies bringt wiederum eine erfreuliche Abwechslung für den Hund.

Vegetarische Ernährung für kranke Hunde

Die Ausnahme sind an dieser Stelle, Hunde die vielleicht kein Fleisch oder nur bestimmte Fleischsorten vertragen, hier kann eine vegetarische Ernährung notwendig sein!

Für diesen Fall finden Sie hier vegetarische Rezeptideen für Ihren Hund.

Fazit:

In meinen Augen ist die einzige artgerechte Ernährung eine Fleischhaltige Ernährung. Sei es nun  Trockenfutter, Nassfutter oder BARF. Man sollte immer auf die Qualität des Futters achten und bewusst Füttern. Nicht immer ist das teure Hundeutter das beste sowie nicht immer das günstige Hundefutter aus dem Discounter schlecht sein muss.

 

 

Dennis
 

Hundeliebhaber seit über 30 Jahren. Ernährungsberater für Hunde

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