Zahnwechsel beim Hund

Zahnwechsel beim Hund
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Jeder Besitzer eines Welpen muss sich irgendwann mit dem Thema Zahnwechsel auseinandersetzen. Damit Sie wissen, was genau bei diesem Vorgang auf Sie und Ihren Hund zukommt und zu welchem Hundefutter Sie greifen müssen, sollten Sie sich im Vorfeld genauestens über das Thema informieren. Auf diese Weise vermeiden Sie Handlungen, die im ungünstigsten Fall die Gesundheit Ihres Begleiters gefährden könnten.

Die wichtigsten Fakten zum Zahnwechsel beim Hund auf einen Blick

Hunde kommen, genau wie der Mensch, ohne Zähne auf die Welt. Doch bereits ab der dritten Lebenswoche brechen im Gebiss die Milchzähne durch. Dieses Gebiss besteht aus insgesamt 28 Zähnen, die noch etwas spitzer als deren Nachfolger ausfallen.

Der Wechsel erfolgt schließlich zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat. Dieser ist mit dem Ausfall des Milchgebisses und dem Nachwachsen der bleibenden Zähne – insgesamt 42 Stück – verbunden.

Wann findet der Zahnwechsel beim Hund statt?

In der Regel erfolgt der Zahnwechsel ab der 16. Lebenswoche statt, wobei der Vorgang bei größeren Hunderassen tendenziell früher als bei Kleineren stattfindet.

Insgesamt dauert der Wechsel drei Monate, wobei der Prozess bei größeren Hunden ebenfalls schneller abgeschlossen ist. Bei jedem Vierbeiner besteht das Milchgebiss aus 28 und das bleibende Gebiss aus insgesamt 42 Zähnen.

Welche Zähne brechen beim Zahnwechsel zuerst durch?

Ein Welpe verliert in den meisten Fällen die Milchzähne an der Front des Gebisses zuerst. Dieser Prozess geht meistens schnell und unkompliziert vonstatten, so dass der Besitzer davon oft nichts bemerkt. Als nächstes fallen die Milchzähne in den Backen des Gebisses aus, wobei die langen Fangzähne das Schlusslicht bilden.

Die letztgenannten Zähne bereiten dem Hund am häufigsten Schwierigkeiten und müssen in besonders hartnäckigen Fällen durch den Tierarzt gezogen werden, um die Gesundheit Ihres Vierbeiners zu erhalten.

Mit diesen Komplikationen ist beim Zahnwechsel zu rechnen

Sehr oft kommt es vor, dass Hundehalter vom Ausfall der Milchzähne nichts bemerken – diese werden nämlich häufig vom Hund selbst verschluckt. Es gibt jedoch auch Tiere, bei denen es im Zuge dieses Vorgangs zu Beschwerden kommt. Nicht nur Zahnschmerzen, sondern auch erhöhte Temperatur und Durchfall gehören zu den Begleiterscheinungen des Wechsels.

Im ungünstigsten Fall kann es dazu kommen, dass ein Milchzahn nicht ausfällt – hier ist unbedingt ein Arztbesuch notwendig, damit die Fachkraft den Zahn unter hygienischen Bedingungen entfernen kann. Um Schäden, die weitere Probleme nach sich ziehen können, entgegenzuwirken, sollten Sie in der Phase des Zahnwechsels auf Zerrspiele verzichten.

Eine weitere Begleiterscheinung des Zahnwechsels sind Schmerzen. Diese äußern sich durch unruhiges verhalten sowie dadurch, dass der Welpe schlecht schläft. In diesem Fall wollen die meisten Tiere auch kein trockenes, hartes Hundefutter zu sich nehmen – hier kann die richtige Ernährung Abhilfe schaffen.

Welches Hundefutter ist beim Zahnwechsel zu empfehlen?

Mit einer angepassten Ernährung kann der Halter den Wechsel seinem Hund erheblich erleichtern und unerwünschten Nebenwirkungen vorbeugen. Zur Kühlung des Zahnfleisches sollte beispielsweise gefrorenes oder kaltes Hundefutter verabreicht werden. Zudem sollten Sie eher zu weichem Hundefutter greifen.

Falls Sie trotzdem Trockenfutter verabreichen, empfiehlt es sich, dieses im Vorfeld mit Wasser einzuweichen. Eine entzündungshemmende Wirkung wird des Weiteren frischen Weidenzweigen zum Kauen nachgesagt. Zu guter Letzt sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Welpe ausreichend mit Calcium versorgt wird – bezüglich geeignetem Hundefutter sprechen Sie sich am Besten mit Ihrem Tierarzt ab.

Die Hunderassen haben am häufigsten Probleme

Auch wenn der Wechsel in den meisten Fällen reibungslos abläuft, können vereinzelt Probleme auftreten. Komplikationen treten dabei am ehesten bei kleineren Rassen zum Vorschein. Zu persistierenden Milchzähnen neigen vor allem Chihuahuas.

Dabei bleibt die Wurzel der Milchzähne oft erhalten, so dass dieser nicht ausfällt. Die neuen Zähne brechen dann neben den Alten durch, anstatt diese zu ersetzen. Schlimmstenfalls kann es dadurch zu dauerhaften Fehlstellungen im Gebiss kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie als Besitzer einer kleineren Rasse spätestens ab dem sechsten Lebensmonat bei einem Tierarzt vorbeischauen. Dieser wird die Zähne Ihres Vierbeiners kontrollieren und kann Ihnen so wichtige Tipps zur Gesundheit Ihres Hundes geben.

Regelmäßige Zahnpflege erhält die Gesundheit

Auch nach dem Zahnwechsel sollten Sie die Pflege der Zähne Ihres Begleiters nicht vernachlässigen. Dann genau wie der Mensch kann bereits schon der Welpe Zahnstein oder Verfärbungen entwickeln. Um dies zu Vermeiden, können Sie Gesundheit Ihres Hundes durch richtige Ernährung sowie durch Kauknochen unterstützen.

Auf diese Weise wirken Sie langfristig etwaiger Probleme mit dem Gebiss entgegen. Zusätzlich sollten Sie Ihren Hund und dessen Gebiss regelmäßig von einem Tierarzt begutachten lassen. Dieser kann Sie auf etwaige Probleme frühzeitig aufmerksam machen. Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit, das Gebiss von Ihrem Hund selbständig zu kontrollieren.

Um Ihren Vierbeiner bereits früh an dieses Vorgehen zu gewöhnen, sollte dieser bereits als Welpe regelmäßig begutachtet werden. Hierzu öffnen Sie kurz den Fang und nehmen somit Zähne und Zahnfleisch unter die Lupe. Der ganze Prozess sollte stressfrei und ohne Gewalteinwirkung erfolgen, so dass der Welpe später nichts Unangenehmes mit der Zahnkontrolle verbindet.

Kauspielzeug erleichtert den Zahnwechsel

Wie bereits erwähnt, können Kauknochen den Durchbruch der Zähne etwas beschleunigen. Abhilfe können Sie Ihrem Vierbeiner außerdem mit Kauspielzeug schaffen. Produkte, die speziell für die Zahnfleischpflege hergestellt wurden, finden Sie in einschlägigen Tierfachmärkten.

Dabei können Sie die Artikel sowohl im Fachhandel vor Ort erwerben als auch online bestellen. Bei Käufen über das Internet sollten Sie jedoch lediglich zu Produkten und Händlern greifen, denen Sie vertrauen. Auf diese Weise vermeiden Sie den Erwerb eines Spielzeugs von schlechter Qualität.

Im Zweifelsfall können Sie sich auch hier mit einem Tierarzt absprechen – dieser kann Ihnen gegebenenfalls auch hochwertige Anbieter empfehlen.

Welches Futter ist nach einer Zahnentfernung zu empfehlen?

Sollte eine Entfernung der Milchzähne durch den Tierarzt notwendig sein, müssen Sie nach der OP auf die Gesundheit und Ernährung Ihres Hundes achten. Generell gilt, dass der Welpe nach jeder OP sehr geschwächt und dadurch zu schonen ist. In den ersten Stunden sollten Sie vor allem auf die Nachwirkungen der Narkose achten.

Sind diese weitgehend abgeklungen, müssen Sie darauf schauen, dass die betreffende Stelle im Gebiss schnell verheilt. Den Prozess können Sie durch die richtige Ernährung beschleunigen. Am besten greifen Sie deshalb zu artgerechtem Nassfutter und halten sich bezüglich der Ernährung außerdem an die Anweisungen des Tierarztes.

Idealerweise nehmen Sie in die Praxis ein Notizbuch mit und notieren sich, ab wann Ihr Welpe wieder fressen und trinken und was genau dieser zu sich nehmen darf. Auch die Dosierung etwaiger Arzneimittel und worauf Sie in den nächsten Tagen besonders Rücksicht nehmen müssen, sollten Sie sich notieren. Auf Wunsch kann Ihnen auch der Arzt selbst die wichtigsten Informationen aufschreiben, so dass Sie Zuhause auf nichts Wichtiges vergessen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass der Wechsel der Milchzähne bei den meisten Rassen ohne große Probleme erfolgen und die Gesundheit des Hundes nicht allzu sehr beeinträchtigen sollte. Trotzdem ist Rücksicht auf das Befinden des Welpen zu nehmen und die Ernährung gegebenenfalls anzupassen. Sollten jedoch Probleme auftreten, ist ein Tierarzt zu Rate zu ziehen. Dieser kann nicht nur die benötigte Behandlung veranlassen, sondern Ihnen auch wertvolle Tipps geben.

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